Die gesetzliche Rente ist als Basisversorgung angelegt, nicht als vollständiger Ersatz des Arbeitseinkommens. Zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der späteren Rente bleibt eine Differenz – die Rentenlücke.
Warum die Renteninformation täuscht
Der Betrag auf der jährlichen Renteninformation ist ein Bruttowert von heute. Drei Dinge kommen noch dazu: Auf die Rente fallen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an, Renten sind zu einem steigenden Anteil steuerpflichtig, und die Inflation entwertet den Betrag bis zum Rentenbeginn.
Aus 1.600 Euro brutto können so real 1.100 Euro werden – und mit diesem Wert muss der Bedarf verglichen werden, nicht mit dem Bruttobetrag.
So schätzt du deinen Bedarf
- Wohnen: Miete oder – bei abbezahlter Immobilie – Instandhaltung, Grundsteuer und Nebenkosten.
- Laufende Lebenshaltung: Häufig etwas niedriger als im Erwerbsleben, weil Berufskosten wegfallen.
- Gesundheit: Steigt mit dem Alter, oft unterschätzt.
- Einmalige Posten: Auto, Renovierung, Reisen – nicht monatlich, aber sie summieren sich.
Die Lücke wird nicht kleiner, wenn man wartet
Jedes Jahr, das früher begonnen wird, senkt die nötige monatliche Sparrate überproportional – weil die Erträge selbst wieder Erträge erzielen. Wer mit 30 statt mit 40 beginnt, braucht für dasselbe Endvermögen deutlich weniger als die Hälfte der Rate.
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