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Finanzkompass

Geldpolitik

Inflation sinkt auf 1,8 Prozent – Kaufkraft erholt sich langsam

Die Teuerung liegt erstmals seit Monaten unter der Zwei-Prozent-Marke. Der Rückstand aus den Hochinflationsjahren bleibt jedoch bestehen.

Redaktion Finanzkompass4 Min. Lesezeit

Die Verbraucherpreise sind im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate liegt damit wieder unter dem Zielwert von zwei Prozent, den die Europäische Zentralbank als Definition stabiler Preise verwendet.

Sinkende Rate heißt nicht sinkende Preise

Ein häufiges Missverständnis: Eine fallende Inflationsrate bedeutet nicht, dass Dinge billiger werden. Sie bedeutet nur, dass die Preise langsamer weiter steigen. Fallende Preise auf breiter Front hießen Deflation – und die gilt als gefährlicher als moderate Inflation, weil Konsum und Investitionen aufgeschoben werden.

Der Preisniveau-Sprung der Hochinflationsjahre bleibt damit im System. Wer 2021 einen Warenkorb für 100 Euro kaufen konnte, zahlt dafür heute deutlich mehr – und dieser Aufschlag verschwindet nicht wieder.

Was 1,8 Prozent über 20 Jahre anrichten

Kaufkraft von heute 10.000 Euro bei dauerhaft 1,8 Prozent Inflation
ZeitraumKaufkraft in heutigen EuroVerlust
nach 10 Jahren8.365 €−16,4 %
nach 20 Jahren6.997 €−30,0 %
nach 30 Jahren5.853 €−41,5 %

Auch eine „harmlose“ Inflationsrate summiert sich über Jahrzehnte erheblich – der gleiche Zinseszins-Mechanismus, der beim Sparen für dich arbeitet, arbeitet hier gegen dich.

Schlagwörter

  • Inflation
  • Kaufkraft
  • Verbraucherpreise

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