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Anleiherenditen ziehen an – warum Kurs und Rendite gegenläufig sind

Steigende Renditen bedeuten fallende Anleihekurse. Wer den Zusammenhang kennt, versteht Verluste in vermeintlich sicheren Fonds.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

Die Renditen langlaufender Staatsanleihen sind gestiegen. Für Anleger mit Anleihefonds im Depot ist das zunächst eine schlechte Nachricht – obwohl „höhere Rendite“ gut klingt.

Die Wippe zwischen Kurs und Rendite

Eine Anleihe zahlt einen bei Ausgabe festgelegten Zins auf ihren Nennwert. Dieser Zins ändert sich nie. Ändert sich das Zinsniveau am Markt, kann sich nur der Preis anpassen: Neue Anleihen bieten 3,5 Prozent, deine alte nur 2,0 Prozent – niemand zahlt dann noch den vollen Preis für deine. Der Kurs fällt so weit, bis die Restlaufzeit-Rendite wieder marktgerecht ist.

Kursänderung ≈ −Duration × Zinsänderung

Die Duration misst in Jahren, wie zinsempfindlich eine Anleihe ist. Bei einer Duration von 8 Jahren kostet ein Zinsanstieg um 1 Prozentpunkt rund 8 Prozent Kurswert.

Einzelanleihe und Anleihefonds sind nicht dasselbe

Wer eine einzelne Anleihe bis zur Fälligkeit hält, bekommt den Nennwert zurück – Kursschwankungen dazwischen sind dann nur Buchwerte. Ein Anleihefonds hat keine Fälligkeit: Er verkauft laufend und kauft neu nach. Der Kursverlust wird dort realisiert, dafür steigen die Erträge in den Folgejahren.

Schlagwörter

  • Anleihen
  • Rendite
  • Zinsänderungsrisiko

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