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IM Invests

Lernkarten

Derivat

Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.

18 Karten6 Begriffe, 12 Fragen3 Blätter

Blatt 1, Vorderseite

Emittentenrisiko

BegriffDerivat

Hebel

BegriffDerivat

Margin

BegriffDerivat

Nachschusspflicht

BegriffDerivat

Zertifikat

BegriffDerivat

Derivat

BegriffDerivat

Was unterscheidet Absicherung von Spekulation mit demselben Future?

FrageBeginner

Du hinterlegst 1.000 € Sicherheit und steuerst damit eine Position von 20.000 €. Ab welcher Kursbewegung gegen dich ist der Einsatz aufgebraucht?

FrageBeginner

Blatt 1, Rückseite

Das Verhältnis, um das ein Produkt die Bewegung des zugrunde liegenden Werts vervielfacht – in beide Richtungen.

BegriffDerivat

Das Risiko, dass der Herausgeber eines Wertpapiers zahlungsunfähig wird und das Papier wertlos verfällt.

BegriffDerivat

Die Pflicht, bei bestimmten Hebelgeschäften Geld nachzuschießen, wenn die Sicherheit nicht mehr reicht – im Extremfall über den Einsatz hinaus.

BegriffDerivat

Die Sicherheitsleistung, die ein Broker für gehebelte Geschäfte verlangt.

BegriffDerivat

Ein Finanzprodukt, dessen Wert sich von einem anderen Wert ableitet – von einer Aktie, einem Index, einem Rohstoff.

BegriffDerivat

Eine Schuldverschreibung einer Bank, deren Rückzahlung von der Entwicklung eines anderen Werts abhängt.

BegriffDerivat

Ab 5 Prozent – die Sicherheit entspricht einem Zwanzigstel der Position Die Sicherheit ist ein Zwanzigstel der Position, also fünf Prozent. Bewegt sich der Kurs um fünf Prozent gegen dich, entspricht der Verlust genau dem Einsatz. Fünf Prozent an einem Tag sind bei einer Einzelaktie nichts Ungewöhnliches – das ist die Zahl, die vor dem Hebel selbst zu prüfen wäre.

FrageBeginner

Ob man den Basiswert besitzt oder braucht – der Vertrag selbst ist identisch Der Landwirt, der seine Ernte im Voraus verkauft, gibt ein bestehendes Risiko ab. Wer denselben Kontrakt ohne Feld kauft, geht ein neues ein. Beide brauchen einander: Ohne die zweite Seite fände die erste keinen Vertragspartner. Die Frage ist deshalb nie, ob Derivate gut sind, sondern auf welcher Seite man steht.

FrageBeginner

Blatt 2, Vorderseite

Warum ist der Hebel gefährlich, obwohl er in beide Richtungen exakt symmetrisch wirkt?

FrageBeginner

Welche Aussage über den Vermögensaufbau mit Derivaten trifft zu?

FrageBeginner

Bei einem Future wird täglich abgerechnet. Welche praktische Folge hat das gegenüber einer Aktienposition?

FrageFortgeschritten

Ein Indexprodukt auf Öl entwickelt sich über Jahre deutlich schlechter als der Ölpreis. Was ist die übliche Ursache?

FrageFortgeschritten

Was ist ein Total Return Swap und wo begegnet er Privatanlegern?

FrageFortgeschritten

Du sicherst ein Portfolio deutscher Nebenwerte mit DAX-Futures ab. Welches Risiko bleibt?

FrageFortgeschritten

Was sagt ein Terminpreis aus, der über dem aktuellen Kassapreis liegt?

FrageProfi

Ein Basiswert steigt um 10 Prozent und fällt am nächsten Tag um 9,09 Prozent – er steht wieder bei 100. Wo steht ein Faktorzertifikat mit Faktor 4?

FrageProfi

Blatt 2, Rückseite

Sie lösen ein Absicherungsproblem – wer keines hat, hat keinen Grund für den Einsatz Derivate sind Werkzeuge für ein bestimmtes Problem: ein bestehendes Preisrisiko abzugeben. Für den Vermögensaufbau braucht man sie nicht. Dass die Werbung für Hebelprodukte sich fast ausschließlich an Menschen ohne dieses Problem richtet, ist kein Zufall – der geringere Kapitaleinsatz ist kein Vorteil, sondern die Definition des Hebels.

FrageBeginner

Weil die Position vorher zwangsweise geschlossen wird und man die Erholung nicht mehr erlebt Die Rechnung ist symmetrisch, der Verlauf ist es nicht. Reicht die Sicherheit nicht mehr, wird glattgestellt – die Position existiert nicht mehr, wenn sich der Kurs später zurückbewegt. Bei einer unbelehnten Aktie kann man aussitzen, bei einer gehebelten Position nicht.

FrageBeginner

Contango: Beim Rollen wird billig verkauft und teuer gekauft – ein laufender Verlust Das Produkt bildet nicht den Ölpreis ab, sondern eine gerollte Terminposition. Bei Rohstoffen ist Contango der Normalfall, weil Lagerung und Versicherung im Terminpreis stecken. Über Jahre kann der Rohstoff steigen und das Produkt verlieren – der Unterschied steht selten dort, wo er hingehörte.

FrageFortgeschritten

Aus einem Verlustrisiko wird ein Liquiditätsrisiko – man kann herausgeworfen werden, obwohl die Einschätzung stimmt Bei einer Aktie lässt sich ein Rückschlag aussitzen. Beim Future muss die Sicherheit jeden Abend reichen; sonst kommt der Margin Call und danach die Zwangsglattstellung. Die zugrunde liegende Einschätzung kann am Ende richtig gewesen sein – die Position gibt es dann nicht mehr.

FrageFortgeschritten

Das Basisrisiko: Nebenwerte und Standardwerte können auseinanderlaufen Abgesichert ist die gemeinsame Marktbewegung, nicht die Differenz zwischen den beiden Segmenten. Genau diese Differenz kann groß werden. Eine perfekte Absicherung gäbe es nur, wenn Instrument und Position identisch wären – dann hätte man allerdings auch schlicht verkaufen können.

FrageFortgeschritten

Ein Tausch der gesamten Indexentwicklung gegen eine Zinszahlung – die Konstruktion synthetischer ETFs Ein synthetischer ETF hält nicht die Indexwerte, sondern einen Sicherheitenkorb plus einen Swap auf die Indexentwicklung. Das kann die Abbildung genauer und billiger machen. Dafür kommt ein Kontrahentenrisiko hinzu, das ein physisch abbildender ETF nicht hat – ein bewusster Tausch, kein versteckter Mangel.

FrageFortgeschritten

Deutlich unter 100 – tägliches Hebeln macht Schwankung zu einem Verlust Aus 100 werden mit Faktor 4 zunächst 140, dann wirken −36,4 Prozent darauf: rund 89. Der Effekt heißt Pfadabhängigkeit, geht immer in dieselbe Richtung und wächst überproportional mit dem Faktor. Faktorzertifikate sind Instrumente für einzelne Tage – über Wochen gehalten sind sie ein anderes Produkt.

FrageProfi

Nichts über Erwartungen – er spiegelt Finanzierungs- und Lagerkosten bis zum Termin Der Terminpreis folgt der Arbitragefreiheit: Kassapreis plus Nettokosten des Haltens bis zum Termin. Läge er höher, könnte man den Basiswert kaufen, den Future verkaufen und die Differenz risikolos einstreichen. Eine steigende Terminkurve sagt deshalb etwas über Zinsen und Lagerkosten – nicht über die Zukunft.

FrageProfi

Blatt 3, Vorderseite

Warum sind Bewertungsmodelle für Derivate genau dann unzuverlässig, wenn es darauf ankommt?

FrageProfi

Ein Knock-out-Zertifikat, ein Faktorzertifikat und ein CFD haben ein Risiko gemeinsam. Welches?

FrageProfi

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Blatt 3, Rückseite

Alle drei sind Schuldverschreibungen beziehungsweise Forderungen gegen den Anbieter – kein Sondervermögen Keines der drei Produkte ist Sondervermögen. Fällt der Emittent aus, ist das Papier wertlos, gleichgültig wie der Basiswert steht. Die anderen Merkmale unterscheiden sie gerade: Der Knock-out verfällt bei Berührung, das Faktorzertifikat ist pfadabhängig, und beim CFD ist die Nachschusspflicht für Privatanleger in der EU untersagt.

FrageProfi

Weil sie laufendes Anpassen und stetige Kurse unterstellen – beides bricht bei Sprüngen und ausgetrockneter Liquidität Die Replikation setzt voraus, dass man das Gegenportfolio laufend anpassen kann und dass sich Kurse stetig bewegen. Bei Kurssprüngen über Nacht, ausgesetztem Handel oder verschwundener Liquidität gilt beides nicht. Modelle sind in ruhigen Phasen präzise und im Ernstfall unbrauchbar – das ist das Modellrisiko.

FrageProfi

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