Lernkarten
Größte Crashs
Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.
Blatt 1, Vorderseite
Was sagt das Ausmaß eines Crashs über die Dauer der Erholung?
FrageBeginner
Welches Muster hatten alle großen Einbrüche gemeinsam?
FrageBeginner
Wie sind Rückgänge von 20 Prozent und mehr einzuordnen?
FrageBeginner
Welche praktische Folgerung ziehen die Daten nahe?
FrageBeginner
Womit beginnt eine Blase typischerweise?
FrageFortgeschritten
Warum verläuft ein Absturz schneller als der vorherige Anstieg?
FrageFortgeschritten
Was passiert mit der Streuung in einem Einbruch?
FrageFortgeschritten
Wozu dienen Handelsunterbrechungen?
FrageFortgeschritten
Blatt 1, Rückseite
Wachsende Zuversicht, ein Auslöser, Verstärkung durch Zwangsverkäufe, dann eine Erholung sehr unterschiedlicher Dauer Die Auslöser waren jedes Mal verschieden – Spekulation, Technologie, Immobilienkredite, eine Pandemie. Der Ablauf ähnelte sich. Der Auslöser ist dabei nicht die Ursache, sondern der Moment, in dem die Ursache sichtbar wird.
FrageBeginner
Wenig – 1987 war der Tagesverlust dramatisch und nach zwei Jahren erledigt, 1929 dauerte es eine Generation Der Unterschied lag nicht im Auslöser, sondern in dem, was danach geschah: 1929 wurde die Geldmenge verknappt und der Handel eingeschränkt, 2020 flossen binnen Wochen Hilfen in beispiellosem Umfang. Wer die Dauer abschätzen will, müsste die politische Reaktion abschätzen.
FrageBeginner
Nur Geld anlegen, das lange liegen bleiben kann – wer verkaufte, verpasste historisch den stärksten Teil der Erholung Die Erholung kam bisher immer – aber nur, wer dabei war, hat sie mitgenommen. Da sich weder Zeitpunkt noch Dauer vorhersagen lassen, folgt daraus keine Timing-Regel, sondern eine Bedingung an das eingesetzte Geld.
FrageBeginner
Als wiederkehrender Bestandteil des Aktienmarkts – wer Jahrzehnte anlegt, erlebt mehrere Sogar in den fünf Jahren, die die Kursdaten dieser Website abdecken, steckt ein deutlicher Rückgang – er trägt keinen Namen, weil er längst aufgeholt ist. Genau das ist der Punkt: Rückgänge dieser Größe gehören zum Normalbetrieb.
FrageBeginner
Weil ein großer Teil der Verkäufe unfreiwillig ist – Margin Calls und Zwangsliquidationen Wer auf Kredit gekauft hat, muss nachschießen oder wird glattgestellt. Die Verkäufe drücken die Preise, das senkt Beleihungswerte, das erzwingt weitere Verkäufe. Die Bewegung wird von der Mechanik getragen, nicht mehr von Einschätzungen.
FrageFortgeschritten
Mit einer zutreffenden Beobachtung – einer neuen Technologie oder Marktlage Die Eisenbahn, das Internet und die Digitalisierung haben die Welt tatsächlich verändert – der Kern der Geschichte stimmt. Falsch wird erst der Preis. Deshalb ist „diesmal ist es anders“ teilweise richtig; falsch ist nur die Schlussfolgerung, dass deshalb jeder Preis gerechtfertigt sei.
FrageFortgeschritten
Sie unterbrechen die Rückkopplung und schaffen Zeit für die Bewertung von Informationen Ihr Zweck ist nicht die Kursstützung. Ob sie den Fall dämpfen oder nur verschieben, ist umstritten – dass sie Zwangsverkäufe entzerren und die Rückkopplung zwischen Verkaufsdruck und fallenden Preisen unterbrechen, ist unstrittig.
FrageFortgeschritten
Sie wirkt schlechter – Korrelationen steigen, weil nach Verkäuflichkeit verkauft wird Wer Liquidität braucht, verkauft was sich verkaufen lässt – nicht was er loswerden will. Das ist kein Versagen des Prinzips, sondern seine bekannte Grenze. Was in jeder Krise gehalten hat, ist die Trennung nach Zweck: Ein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto korreliert mit nichts, weil er nicht am Markt hängt.
FrageFortgeschritten
Blatt 2, Vorderseite
Wann wird aus einem Kurssturz eine Wirtschaftskrise?
FrageProfi
Aus den schnellen Erholungen von 2008 und 2020 lässt sich was ableiten?
FrageProfi
Welche Konsequenz aus der Beschäftigung mit Crashs ist tragfähig?
FrageProfi
Warum ist ein Wertpapierkredit in dieser Betrachtung besonders problematisch?
FrageProfi
Blatt 2, Rückseite
Wenig für die Zukunft – der Spielraum für solche Reaktionen hängt an Inflationslage und Schuldenstand Zu lernen ist, dass die Erholungsdauer historisch stärker an der Reaktion hing als am Auslöser – die Lehren aus 1929 sind der Grund dafür. Nicht zu lernen ist, dass die Reaktion künftig ebenso ausfallen wird. Wer aus drei Beobachtungen eine vierte ableitet, folgt dem Rezenzeffekt.
FrageProfi
Wenn das Bankensystem betroffen ist und die Kreditvergabe einbricht 1987 verlor der Markt an einem Tag rund ein Fünftel ohne folgende Rezession. Verlieren dagegen Banken Eigenkapital, vergeben sie weniger Kredite – Unternehmen investieren nicht, stellen nicht ein, gehen im Zweifel unter, obwohl mit ihrem Geschäft nichts war. Das ist der Übertragungsweg mit der größten Wucht.
FrageProfi
Weil er den Unterschied zwischen Buchverlust und realisiertem Verlust aufhebt – die Freiheit, nichts zu tun Wer nicht verkaufen muss, kann einen Rückgang aussitzen. Ein Wertpapierkredit nimmt genau diese Möglichkeit: Fällt der Beleihungswert, wird nachgefordert oder zwangsweise verkauft – am Tiefpunkt und ohne Wahl.
FrageProfi
Die Struktur in ruhigen Zeiten festlegen: Quote nach dem Ernstfall, kein Hebel, Liquidität außerhalb des Marktes, Plan auf Papier Kein Indikator hat Crashs verlässlich angekündigt, eine dauerhafte Absicherung kostet über lange Zeiträume mehr als sie abwendet, und wer nach einem Crash umbaut, richtet sein Depot am zuletzt Erlebten aus. Die nächste Krise kommt aus einer anderen Richtung – das ist die einzige verlässliche Aussage über sie.
FrageProfi
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