Lernkarten
Risiko & Rendite
Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.
Blatt 1, Vorderseite
Rendite
BegriffRisiko & Rendite
Risikoprämie
BegriffRisiko & Rendite
Volatilität
BegriffRisiko & Rendite
Ein Angebot verspricht 12 Prozent Rendite bei „voller Sicherheit“. Was ist die richtige Reaktion?
FrageBeginner
Dein Depot steht 25 Prozent im Minus. Wann wird daraus ein echter Verlust?
FrageBeginner
Ein Wert ist um 50 Prozent gefallen. Welcher Anstieg gleicht das aus?
FrageBeginner
Welche Angabe entscheidet vor einem Kauf über die passende Anlageform?
FrageBeginner
Was ist die wichtigste Schwäche der Volatilität als Risikomaß?
FrageFortgeschritten
Blatt 1, Rückseite
Der Renditeaufschlag, den eine schwankende Anlage gegenüber einer sicheren bieten muss, damit jemand sie kauft.
BegriffRisiko & Rendite
Der Ertrag einer Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, meist auf ein Jahr bezogen.
BegriffRisiko & Rendite
Fragen, wofür man hier bezahlt wird – findet sich keine Gegenleistung, stimmt die Beschreibung nicht Rendite ist die Entschädigung dafür, dass jemand etwas übernimmt, das ein anderer vermeiden möchte. Findet man diese Gegenleistung nicht, hat man sie entweder übersehen oder sie wird verschwiegen. Ein Aufteilen auf mehrere Anbieter hilft nicht, wenn das Grundgeschäft nicht aufgeht.
FrageBeginner
Das Maß dafür, wie stark ein Kurs um seinen Mittelwert schwankt.
BegriffRisiko & Rendite
100 Prozent Aus 100 werden 50; um wieder auf 100 zu kommen, muss sich der Wert verdoppeln. Diese Asymmetrie wächst rasch: Nach minus 90 Prozent braucht es eine Verzehnfachung. Sie ist der Grund, warum Streuung wichtiger ist als Trefferquote – ein Totalausfall lässt sich nicht durch drei gute Griffe ausgleichen.
FrageBeginner
Erst beim Verkauf; bis dahin ist es ein Buchverlust Ein Kursrückgang schreibt sich erst durch den Verkauf fest. Genau deshalb ist das Zeitpunktrisiko das gefährlichste der vier: Wer verkaufen muss, weil er das Geld braucht, hat die Wahl nicht mehr. Der Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto ist die Versicherung dagegen.
FrageBeginner
Sie behandelt Aufwärts- und Abwärtsbewegungen gleich Ein Wert, der um 30 Prozent steigt, geht als ebenso „riskant“ in die Rechnung ein wie einer, der um 30 Prozent fällt. Über den ersten Fall hat sich noch niemand beschwert. Dazu kommen zwei weitere Schwächen: die Annahme einer Normalverteilung und der Blick nach hinten.
FrageFortgeschritten
Wann das Geld wieder gebraucht wird Der Anlagehorizont bestimmt, wie viel Schwankung überhaupt tragbar ist. Geld, das in zwei Jahren gebraucht wird, gehört unabhängig von jeder Renditeerwartung nicht in den Aktienmarkt – denn dort kann es in zwei Jahren deutlich weniger sein, und dann fehlt die Zeit, das auszusitzen.
FrageBeginner
Blatt 2, Vorderseite
Warum ist der maximale Rückgang für viele Anleger die nützlichere Zahl als die Volatilität?
FrageFortgeschritten
Eine Aktie hat ein Beta von 0,6. Was folgt daraus?
FrageFortgeschritten
Warum enttäuscht Streuung ausgerechnet in Krisen?
FrageFortgeschritten
Was bedeuten „fette Ränder“ in der Verteilung der Renditen?
FrageProfi
Warum ist die Reihenfolge der Renditejahre in der Entnahmephase entscheidend?
FrageProfi
Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft weichen voneinander ab. Welche ist maßgeblich?
FrageProfi
Was hilft gegen das Sequenzrisiko zu Beginn der Entnahmephase?
FrageProfi
Blatt 2, Rückseite
Sie schwankt historisch schwächer als der Gesamtmarkt – über ihr Insolvenzrisiko sagt das nichts Beta misst die Bewegung relativ zum Markt, nicht die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls. Ein Unternehmen kann jahrelang ruhig verlaufen und dann insolvent gehen – das Beta hätte davon nichts angezeigt.
FrageFortgeschritten
Weil er beschreibt, was tatsächlich auszuhalten war – zusammen mit der Erholungsdauer „Volatilität 18 Prozent“ sagt einem Menschen wenig, „das Depot stand zwei Jahre 40 Prozent im Minus“ sagt ihm alles. Vorhersagekraft hat auch der Rückgang nicht – er beantwortet aber die Frage, auf die es ankommt: Hätte ich das durchgehalten?
FrageFortgeschritten
Extreme Tage kommen deutlich häufiger vor, als eine Normalverteilung zulässt Unter der Glockenkurve wäre der Tagesverlust von über 20 Prozent im Oktober 1987 ein Ereignis, das in der Lebensdauer des Universums nicht hätte auftreten dürfen. Er trat auf. Wer Risiko über die Standardabweichung steuert, unterschätzt genau die Fälle, auf die es ankommt.
FrageProfi
Weil Korrelationen dann steigen – vieles fällt gleichzeitig In ruhigen Zeiten laufen Anlageklassen auseinander, in Panikphasen fallen sie gemeinsam – 2008 und 2020 gaben Aktien, Unternehmensanleihen, Rohstoffe und Immobilienwerte zugleich nach. Streuung wirkt trotzdem, nur schwächer als die historische Korrelation verspricht.
FrageFortgeschritten
Die kleinere von beiden Wer viel tragen könnte, es aber nicht aushält, verkauft im Rückgang – und realisiert genau den Verlust, den er sich rechnerisch hätte leisten können. Ein Depot, das nicht durchgehalten wird, ist unabhängig von seiner Konstruktion das falsche.
FrageProfi
Weil in schlechten Jahren Anteile zu niedrigen Kursen verkauft werden und dauerhaft fehlen Wer nur anspart, dem ist die Reihenfolge gleichgültig – am Ende steht dasselbe Ergebnis. Wer entnimmt, verkauft in Rückgangsjahren mehr Anteile für denselben Betrag; diese Anteile fehlen, und die spätere Erholung findet auf einem kleineren Bestand statt.
FrageProfi
Ein Puffer aus schwankungsarmen Anlagen und flexible statt fester Entnahmen Zwei bis drei Jahresbedarfe in schwankungsarmen Anlagen erlauben es, schlechte Jahre zu überbrücken, ohne Anteile zum Tiefstkurs zu verkaufen. Höhere Entnahmen im Rückgang verstärken den Effekt, statt ihn auszugleichen – und die Aktienquote senkt man vor Beginn der Entnahme, nicht danach.
FrageProfi
Lernkarten zum Thema Risiko & Rendite – iminvests.de