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Lernkarten

Schuldverschreibung

Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.

16 Karten4 Begriffe, 12 Fragen2 Blätter

Blatt 1, Vorderseite

Anleihe

BegriffSchuldverschreibung

Bonität

BegriffSchuldverschreibung

Kupon

BegriffSchuldverschreibung

Nennwert

BegriffSchuldverschreibung

Du kaufst eine Anleihe mit 1.000 € Nennwert und 3 % Kupon für 900 €. Wie hoch ist die jährliche Zinszahlung?

FrageBeginner

Welche Stellung hat ein Anleihegläubiger in der Insolvenz des Emittenten?

FrageBeginner

Ein Zertifikat auf einen Aktienindex verliert seinen Wert, obwohl der Index unverändert steht. Was ist die wahrscheinlichste Ursache?

FrageBeginner

Was bedeutet es, wenn eine Anleihe deutlich mehr Kupon bietet als vergleichbare?

FrageBeginner

Blatt 1, Rückseite

Die Einschätzung, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Schuldner seine Schulden zurückzahlt.

BegriffSchuldverschreibung

Ein handelbarer Kredit: Wer sie kauft, leiht dem Herausgeber Geld und bekommt dafür Zinsen und am Ende den Nennwert zurück.

BegriffSchuldverschreibung

Der Betrag, auf den eine Anleihe lautet und der am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird.

BegriffSchuldverschreibung

Der feste Zins, den eine Anleihe auf ihren Nennwert zahlt – unabhängig davon, wie sich ihr Kurs entwickelt.

BegriffSchuldverschreibung

Vor den Aktionären, aber hinter besicherten Gläubigern „Vor den Aktionären“ ist nicht dasselbe wie „an erster Stelle“. Vor einem gewöhnlichen Anleihegläubiger stehen Sicherheiten, Löhne, Verfahrenskosten und besicherte Kredite. Verteilt wird erst, was danach übrig bleibt – und das ist häufig nur ein Teil des Nennwerts.

FrageBeginner

30 € – der Kupon bezieht sich immer auf den Nennwert Der Kupon ist auf den Nennwert festgeschrieben: 3 % von 1.000 € sind 30 € im Jahr, unabhängig davon, was du bezahlt hast. Deine tatsächliche Verzinsung ist dadurch höher als der Kupon – 30 € auf 900 € Einsatz –, und dazu kommt der Gewinn, wenn am Ende 1.000 € zurückfließen.

FrageBeginner

Dass der Markt ein höheres Ausfallrisiko sieht – der Aufschlag ist dessen Preis Kein Schuldner zahlt freiwillig mehr als nötig. Wer acht Prozent bieten muss, während andere drei zahlen, bekommt zu drei Prozent kein Geld. Der Aufschlag ist die Einschätzung des Marktes zum Ausfallrisiko – er kann sich als übertrieben herausstellen, aber er ist nie ein Geschenk.

FrageBeginner

Die ausgebende Bank ist zahlungsunfähig geworden – ein Zertifikat ist ihre Schuldverschreibung Ein Zertifikat bildet einen Index nur ab; rechtlich ist es ein Zahlungsversprechen der Bank. Fällt die Bank aus, ist es wertlos, egal wie der Index steht. 2008 traf das in Deutschland viele Käufer von Lehman-Zertifikaten. Ein Fonds ist dagegen Sondervermögen und gehört nicht der Bank.

FrageBeginner

Blatt 2, Vorderseite

Warum fällt der Kurs einer bestehenden Anleihe, wenn das Zinsniveau steigt?

FrageFortgeschritten

Zwei Anleihen haben denselben Kupon, aber zwei und zwanzig Jahre Restlaufzeit. Was passiert bei derselben Zinserhöhung?

FrageFortgeschritten

Die modifizierte Duration einer Anleihe beträgt 9. Der Marktzins steigt um zwei Prozentpunkte. Was gilt für den tatsächlichen Kursverlust?

FrageFortgeschritten

Worin unterscheiden sich Einzelanleihe und Anleihefonds nach einem Zinsanstieg grundlegend?

FrageFortgeschritten

Bei der Notübernahme der Credit Suisse 2023 wurden AT1-Anleihen vollständig abgeschrieben, während Aktionäre UBS-Anteile erhielten. Was zeigt dieser Fall?

FrageProfi

Eine Anleihe enthält ein Kündigungsrecht des Emittenten. Wie wirkt sich das auf dein Rendite-Risiko-Profil aus?

FrageProfi

Eine Anleihe bietet fünf Prozentpunkte Aufschlag gegenüber einer sicheren Anlage. Bei einer Erlösquote von 40 Prozent im Ausfall: Welche jährliche Ausfallquote trägt dieser Aufschlag näherungsweise?

FrageProfi

Ein Kapitalschutzzertifikat verspricht die Rückzahlung des Einsatzes zum Laufzeitende. Wovon hängt dieser Schutz ab?

FrageProfi

Blatt 2, Rückseite

Die lange verliert ein Vielfaches, weil deutlich mehr künftige Zahlungen betroffen sind Die Restlaufzeit ist der eigentliche Hebel, nicht die Höhe der Zinsänderung. Bei zwei Jahren geht es um wenige Prozent, bei zwanzig um mehr als ein Viertel. Genau daran lagen 2022 die zweistelligen Verluste langlaufender Anleihen, an deren Bonität nichts auszusetzen war.

FrageFortgeschritten

Weil der Kupon fest ist und sich deshalb nur der Kurs an das neue Zinsniveau anpassen kann Der Kupon steht für die gesamte Laufzeit fest. Zahlen neue Papiere vier Prozent, will niemand ein Papier mit zwei Prozent zum selben Preis. Es wird gekauft, sobald es so günstig ist, dass die Gesamtrendite wieder passt. Rechnerisch ist der Kurs der Barwert aller Zahlungen – steigt der Zins, sinkt er.

FrageFortgeschritten

Die Einzelanleihe hat einen Endtermin, an dem der Nennwert zurückkommt; der Fonds hat keinen und holt den Verlust erst über die Zeit seiner Duration auf Wer eine Einzelanleihe bis zur Fälligkeit hält und deren Schuldner zahlt, bekommt den Nennwert – der Buchverlust löst sich von selbst auf. Ein Fonds ersetzt fällige Papiere laufend durch neue; der Verlust wird durch deren höhere Kupons ausgeglichen, aber eben erst über einen Zeitraum. Dafür bietet er Streuung.

FrageFortgeschritten

Er liegt bei etwas weniger als 18 Prozent – die Näherung übertreibt den Verlust Die Durationsregel ist eine lineare Näherung an eine gekrümmte Kurve. Diese Krümmung – die Konvexität – wirkt immer zugunsten des Anleihebesitzers: Bei steigenden Zinsen fällt der Kurs weniger stark als vorhergesagt, bei fallenden steigt er stärker. Je größer der Zinssprung, desto größer die Abweichung.

FrageFortgeschritten

Der Kursgewinn bei fallenden Zinsen ist gedeckelt, das Verlustrisiko bei steigenden bleibt voll bestehen Der Emittent kündigt genau dann, wenn er sich billiger refinanzieren kann – also bei gefallenen Zinsen, wenn dein Papier gerade im Wert gestiegen wäre. Bei steigenden Zinsen lässt er es laufen. Deshalb ist die Rendite bis zum frühesten Kündigungstermin die aussagekräftigere Kennzahl.

FrageProfi

Dass bei hybriden Papieren das Risiko in den Vertragsbedingungen steht, nicht in der gewohnten Rangfolge AT1-Papiere tragen die Abschreibungs- oder Wandlungsklausel im Vertrag; sie greift bei Unterschreiten einer Kapitalquote, ohne dass ein Insolvenzverfahren nötig wäre. Rund 16 Milliarden Franken wurden so auf null gesetzt. Die übliche Rangfolge war umgekehrt – vertraglich zulässig und für viele überraschend.

FrageProfi

Von der Zahlungsfähigkeit der ausgebenden Bank – es ist ihr Versprechen, keine Sicherheit Zerlegt besteht das Produkt aus einer Nullkuponanleihe der Bank plus einer Option. Der „Schutz“ ist die Rückzahlung dieser Anleihe – also ein Zahlungsversprechen desselben Emittenten. Fällt er aus, schützt es nichts. Die Marge des Anbieters findet man, indem man beide Bausteine einzeln bewertet.

FrageProfi

Etwa 8 Prozent – der Aufschlag geteilt durch den Verlust im Ausfall Im Ausfall gehen nicht 100 Prozent verloren, sondern 60. Der Aufschlag muss den erwarteten Verlust decken: 5 geteilt durch 0,6 sind rund 8,3 Prozent pro Jahr. Die Näherung unterschlägt Zinseszins und dass Ausfälle sich in Rezessionen häufen – als Größenordnung zeigt sie aber, dass ein solcher Aufschlag kein Geschenk ist.

FrageProfi

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