Lernkarten
Zinseszins
Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.
Blatt 1, Vorderseite
Zinseszins
BegriffZinseszins
Was genau bezeichnet der Begriff Zinseszins?
FrageBeginner
Wie lange dauert es nach der 72er-Regel etwa, bis sich Kapital bei 6 Prozent Zins verdoppelt?
FrageBeginner
Warum bringt früher Anfangen mehr als das Erhöhen der Sparrate am Ende der Laufzeit?
FrageBeginner
Wirkt der Zinseszinseffekt auch gegen dich?
FrageBeginner
Ein Angebot nennt 12 Prozent nominal bei monatlicher Zinsgutschrift. Wie hoch ist der Effektivzins?
FrageFortgeschritten
Deine Anlage bringt 6 Prozent, die Inflation liegt bei 2,5 Prozent. Wie hoch ist der exakte Realzins?
FrageFortgeschritten
Wie stark schlägt ein Prozentpunkt zusätzliche laufende Kosten über 30 Jahre etwa auf das Endvermögen durch?
FrageFortgeschritten
Blatt 1, Rückseite
Zinsen, die auf bereits erhaltene Zinsen anfallen Aus 1.000 Euro bei 5 Prozent werden im ersten Jahr 1.050 Euro. Im zweiten Jahr gibt es 5 Prozent auf 1.050 Euro, also 52,50 statt 50 Euro. Diese 2,50 Euro sind der Zinseszins – im ersten Jahr unscheinbar, über Jahrzehnte dominierend.
FrageBeginner
Zinsen auf bereits gutgeschriebene Zinsen – der Grund, warum sich Kapital über lange Zeiträume nicht linear, sondern beschleunigt vermehrt.
BegriffZinseszins
Weil die Laufzeit im Exponenten steht, der Betrag nur als Faktor Doppeltes Startkapital verdoppelt das Ergebnis. Doppelte Laufzeit quadriert dagegen den Wachstumsfaktor. Deshalb sind die ersten zehn Jahre wertvoller als die letzten zehn – das Geld aus dieser Zeit arbeitet am längsten.
FrageBeginner
Etwa 12 Jahre 72 geteilt durch den Zinssatz in Prozent ergibt die Verdopplungszeit: 72 / 6 = 12 Jahre. Im Bereich von 4 bis 12 Prozent ist die Näherung auf wenige Monate genau – und funktioniert in beide Richtungen, etwa auch für die Halbierung der Kaufkraft durch Inflation.
FrageBeginner
Etwa 12,7 Prozent (1 + 0,12/12)^12 − 1 = 12,68 Prozent. Je häufiger Zinsen gutgeschrieben werden, desto früher verzinsen sie sich mit. Der Zuwachs läuft allerdings gegen eine Grenze – von monatlich auf täglich ändert sich fast nichts mehr.
FrageFortgeschritten
Ja – bei Inflation, Kreditzinsen und laufenden Produktkosten Es ist dieselbe Mathematik. Ein Prozentpunkt jährliche Fondskosten klingt harmlos, kostet über 30 Jahre aber rund ein Viertel des Endvermögens – weil die Gebühr jedes Jahr auf das gesamte angesparte Kapital wirkt, nicht nur auf die neue Rate.
FrageBeginner
Rund ein Viertel des Endvermögens Die Kosten werden jährlich vom gesamten Vermögen abgezogen und schmälern damit genau die Basis, auf der der Zinseszins arbeitet. Deshalb ist die Kostenquote bei langfristigen Anlagen wichtiger als fast jedes andere Auswahlkriterium – sie ist die einzige Größe, die vorher bekannt ist.
FrageFortgeschritten
Etwa 3,41 Prozent – über die Division der Wachstumsfaktoren Korrekt ist 1,06 / 1,025 − 1 = 3,41 Prozent. Die verbreitete Differenz-Faustformel liefert 3,5 Prozent. Der Unterschied wirkt winzig, macht über 30 Jahre aber rund 8 Prozent Endvermögen aus – weil auch dieser Fehler exponentiell wächst.
FrageFortgeschritten
Blatt 2, Vorderseite
Ein Fonds macht in Jahr 1 plus 50 Prozent und in Jahr 2 minus 50 Prozent. Welche Rendite hattest du pro Jahr?
FrageFortgeschritten
Eine Anlage hat 8 Prozent Durchschnittsrendite bei 20 Prozent Schwankungsbreite. Welche Rendite ist tatsächlich erzielbar?
FrageProfi
Welche Renditegröße beschreibt bei laufenden Ein- und Auszahlungen dein persönliches Ergebnis?
FrageProfi
Wann spielt die Reihenfolge der Renditejahre eine entscheidende Rolle?
FrageProfi
Worin besteht der Vorteil, wenn Steuer erst beim Verkauf anfällt?
FrageProfi
Blatt 2, Rückseite
Etwa 6 Prozent – die Schwankung kostet rund zwei Prozentpunkte Näherungsweise gilt: geometrische Rendite ≈ arithmetische Rendite − σ²/2, also 0,08 − 0,04/2 = 6 Prozent. Diese Volatilitätsbremse ist der Grund, warum Streuung nicht nur Risiko senkt, sondern eine echte Renditequelle ist: Sie verringert σ bei praktisch unveränderter Durchschnittsrendite.
FrageProfi
Eine negative Rendite von etwa −13,4 Prozent pro Jahr Aus 100 Euro werden 150, davon die Hälfte weg ergibt 75 Euro. Das geometrische Mittel lautet (75/100)^(1/2) − 1 = −13,4 Prozent pro Jahr. Das arithmetische Mittel von 0 Prozent beschreibt kein erreichbares Ergebnis – für Zinseszinsrechnungen ist immer das geometrische Mittel die richtige Größe.
FrageFortgeschritten
In der Entnahmephase, weil in Verlustjahren Anteile verkauft werden müssen In der Ansparphase ist die Reihenfolge tatsächlich gleichgültig. Sobald entnommen wird, nicht mehr: Wer in einem Verlustjahr verkaufen muss, verkauft zu niedrigen Kursen – diese Anteile fehlen dauerhaft und können an der Erholung nicht teilnehmen. Dieses Sequenzrisiko kann eine Rechnung mit konstanter Rendite grundsätzlich nicht abbilden.
FrageProfi
Die geldgewichtete Rendite, also der interne Zinsfuß Die zeitgewichtete Rendite bewertet das Produkt und blendet Zahlungsströme aus. Die geldgewichtete berücksichtigt, wann wie viel Geld investiert war – nur sie beantwortet, wie gut dein Ergebnis war. Die Differenz beider Werte ist der messbare Preis für Timing-Versuche.
FrageProfi
Der noch nicht abgeführte Betrag arbeitet mit, der Zinseszins läuft auf größerer Basis Der Vorteil ist ein Zinsvorteil, kein Steuervorteil: Der Betrag bleibt bis zum Verkauf im Vermögen und erwirtschaftet mit. In Deutschland begrenzt die Vorabpauschale diesen Effekt, hebt ihn aber nicht auf – sie liegt in der Regel unter dem tatsächlichen Wertzuwachs und wird beim Verkauf angerechnet.
FrageProfi
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