Bitcoin stieg am Freitag zeitweise auf 87.219 Dollar, den höchsten Stand seit rund einer Woche. Zuletzt wurde die Kryptowährung bei etwa 86.000 Dollar gehandelt, meldete dpa-AFX.
Keine Zinsen, aber ein Vorteil bei sinkenden Erwartungen
Hintergrund waren laut der Meldung enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten. Sie dämpften die Spekulation auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Weil Kryptowährungen anders als Anleihen oder Tagesgeld keine laufenden Zinsen abwerfen, steigt ihre relative Attraktivität, wenn Anleger mit weniger steigenden Zinsen rechnen.
Noch 30 Prozent unter dem Rekord
Timo Emden vom Online-Broker Captrader kommentierte laut dpa-AFX: „Anleger am Kryptomarkt suchen wieder das Risiko und beenden offensichtlich zunächst ihre Serie der Gewinnmitnahmen.“ Seit dem Rekordhoch von über 126.000 Dollar im Oktober 2025 liegt Bitcoin dennoch weiterhin rund 30 Prozent darunter.
Was daraus folgt: Eine Anlage ohne laufende Verzinsung lebt stärker von der erwarteten Zinsrichtung als eine, die selbst Zinsen zahlt. Das erklärt, warum dieselben schwachen Arbeitsmarktdaten an einem Tag sowohl Aktienkurse als auch den Bitcoin-Kurs stützen konnten.
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