dpa-AFX meldete am Montag um 23:30 Uhr, ein Software-Problem verzögere die Zulassung einer neuen Boeing-Variante. wallstreet-online.de berichtete zusätzlich, die Aktie sei damit ans Ende des Dow Jones gerutscht. Um welche Boeing-Variante es geht und wie lange die Verzögerung dauert, nennt keine der beiden Meldungen.
Ein Kursziel bleibt trotzdem stehen
Am selben Tag veröffentlichte JPMorgan laut dpa-AFX eine Analyse und beließ Boeing auf der Einstufung „Overweight“, mit einem Kursziel von 290 Dollar. Eine unveränderte Einstufung trotz einer belastenden Nachricht bedeutet nicht, dass die Nachricht ignoriert wurde – Analysten legen Kursziele meist auf Basis mehrjähriger Erwartungen fest, die ein einzelnes Software-Problem selten grundlegend verändert.
Warum ein einzelner Kurs den ganzen Dow bewegt
Der Dow Jones ist ein preisgewichteter Index: Je höher der Kurs einer Aktie in Dollar, desto mehr Gewicht hat sie im Index – unabhängig von der Größe des Unternehmens. Ein Kursrückgang bei einer hochpreisigen Aktie wie Boeing kann den Dow deshalb stärker beeinflussen als ein Rückgang um denselben Prozentsatz bei einer niedrigpreisigen Aktie im selben Index.
Was daraus folgt: Ein Blick allein auf den Indexstand verrät nicht, wie eine Bewegung zustande kam. Erst der Blick auf die Gewichtung einzelner Werte zeigt, warum ein einzelnes Unternehmen einen ganzen Index bewegen kann.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/boeing-dow-ende-jpmorgan-kursziel/