In Brasilien reichte eine Umfrage, um die Börse im Rekordtempo nach oben zu schicken – lange bevor überhaupt gewählt wurde.
Der Sprung auf Rekordniveau
Der brasilianische Leitindex Bovespa sprang nach Angaben von wallstreet-online um fast acht Prozent auf ein Rekordhoch. Als Grund nennt die Redaktion Umfragewerte, in denen der frühere Präsident Jair Bolsonaro an Amtsinhaber Lula vorbeizog.
Warum eine Umfrage schon reicht
Investoren setzen der Quelle zufolge auf einen strikteren Sparkurs unter einer möglichen neuen Regierung. Die Stichwahl ist nach Angaben von wallstreet-online weiterhin offen, über den weiteren Zeitplan macht die Übersicht keine Angabe.
Politisches Risiko als eigener Preisfaktor
Schwellenmarktbörsen reagieren oft stärker auf politische Nachrichten als etablierte Märkte, weil Wahlergebnisse dort häufiger zu deutlichen Kurswechseln in der Wirtschaftspolitik führen können. Diesen Auf- oder Abschlag für politische Unsicherheit bezeichnet man als politisches Risiko – er kann sich mit jeder neuen Umfrage ändern, lange bevor überhaupt gewählt wurde.
Was daraus folgt: Ein Kurssprung auf eine Umfrage hin ist eine Wette auf einen Ausgang, der noch nicht feststeht. Fällt das Ergebnis anders aus, kann sich die Bewegung ebenso schnell umkehren.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/bovespa-rekord-bolsonaro-umfrage-sparkurs/