Anleger des Immobilienfonds „Grundbesitz Europa“ kommen vorerst nur noch begrenzt an ihr Geld. Das berichtet das Handelsblatt.
Die Deutsche-Bank-Tochter DWS zahlt nach Angaben der WirtschaftsWoche nur noch zehn Prozent der angeforderten Summen aus. Wer mehr Geld möchte, muss seine Kündigung erneut einreichen.
Ein offener Fonds trägt Gebäude, die niemand schnell verkauft
„Grundbesitz Europa“ ist einer der größten offenen Immobilienfonds in Deutschland. Anteile lassen sich grundsätzlich täglich zurückgeben, das Geld der Anleger steckt aber in Bürogebäuden und Gewerbeimmobilien, die sich nicht in wenigen Tagen verkaufen lassen.
Trifft ein hoher Rückgabewunsch auf diese lange Verwertungszeit, kann der Fonds nicht sofort voll auszahlen – genau diese Lücke beschränkt die DWS jetzt laut Handelsblatt.
Was daraus folgt: Ein offener Immobilienfonds verspricht tägliche Liquidität für ein Gut, das selbst nicht liquide ist. Diese Lücke zeigt sich erst, wenn viele Anleger gleichzeitig aussteigen wollen – Rücknahmebeschränkungen sind dafür das vorgesehene Ventil, keine Ausnahme.
Quellen
- Handelsblatt, Banken + Versicherungen, Markus Hinterberger, Martin Müller, Meldung vom 26.10.2026, 20:00 Uhr GMT: „Grundbesitz Europa: „Persönliche Belastung für Anleger möglich“: DWS schränkt Rücknahme bei Immobilienfonds ein“
- WirtschaftsWoche, Geldanlage, Heike Schwerdtfeger, Meldung vom 26.10.2026, 18:18 Uhr GMT: „Grundbesitz Europa: Jetzt gibt es beim DWS-Immobilienfonds Geld nur noch kleckerweise“
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