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Evonik schließt seine Werke in Bitterfeld und Hamburg

Evonik macht zwei Standorte dicht – 40 Stellen in Bitterfeld, 50 in Hamburg. Als Grund nennt der Konzern zu stark zersplitterte Strukturen.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Evonik schließt zwei seiner Werke: eines in Bitterfeld, eines in Hamburg. Angekündigt wurde das laut Handelsblatt am Freitag, den 11. September – schließen sollen beide Standorte im Jahr 2027.

In Bitterfeld sind 40 Beschäftigte betroffen, die dort Chlorsilane herstellen. In Hamburg trifft es 50 Beschäftigte in der Fertigung von Kosmetik- und Pflegeprodukten – macht zusammen rund 90 Arbeitsplätze.

Die Begründung: Struktur, nicht Nachfrage

Interim-Konzernchef Claus Rettig begründete den Schritt laut Handelsblatt damit, dass Produktions-, Verwaltungs- und Laborstrukturen „in einigen Bereichen zu stark fragmentiert“ seien – das treibe unnötige Kosten und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit. Die betroffenen Geschäfte sollen an größeren Evonik-Standorten gebündelt werden; wohin genau, nennt die Quelle nicht.

Zwei Standorte sind nicht der ganze Konzern

90 Stellen an zwei von vielen Evonik-Werken sagen wenig über die Auslastung des gesamten Konzerns – sie beschreiben eine Entscheidung über zwei konkrete Standorte, keinen Nachfrageeinbruch für Evonik insgesamt. Eine Zahl zu den erwarteten Einsparungen oder zu Restrukturierungskosten nennt die ausgewertete Meldung nicht.

Was daraus folgt: Eine Standortschließung ist zunächst eine Aussage über einzelne Werke und ihre Auslastung – nicht automatisch über die Ertragslage des ganzen Unternehmens. Wer den Konzern beurteilen will, braucht mehr als diese eine Meldung, etwa die nächsten Quartalszahlen.

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  • Evonik
  • Chemieindustrie
  • Stellenabbau
  • Restrukturierung

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