Die US-Börsen holten am Donnerstag frühe Verluste auf. Der Dow Jones Industrial schloss knapp höher bei 50.926,56 Punkten. Der S&P 500 legte 0,19 Prozent auf 7.666,45 Punkte zu, der Nasdaq 100 gewann 0,31 Prozent auf 30.501,56 Punkte.
Erleichterung über sinkende Renditen
Für Entlastung sorgten sinkende Renditen am Anleihemarkt. Deren vorheriger Anstieg hatte Sorgen um die Tragfähigkeit der hohen US-Staatsschulden geweckt. Gestützt wurde die Erholung außerdem durch eine Äußerung von Fed-Vizechef Philip Jefferson: „Es kann noch einige Zeit dauern, bis sich beurteilen lässt, ob weitere Zinserhöhungen erforderlich sind.“ Eine Entscheidung ist mit diesem Satz ausdrücklich nicht gefallen.
Einzelwerte mit großen Ausschlägen
Besonders stark bewegten sich einzelne Aktien. Accenture sprang nach überraschend starken Quartalszahlen um fast 16 Prozent. Synopsys gewann 13 Prozent auf Basis vielversprechender langfristiger Ziele, Mattel rund 19 Prozent auf 15 Dollar wegen Übernahmespekulationen. IBM legte 2,6 Prozent zu, Boeing 3,4 Prozent und der Speicherchip-Hersteller Micron 3 Prozent. Am Rohölmarkt notierte Brent für Dezember-Lieferung weiter über der Marke von 100 Dollar.
Was daraus folgt: Steigende Anleiherenditen verteuern rechnerisch die Zukunft eines jeden Unternehmensgewinns, weil sie bei der Abzinsung künftiger Erträge eine größere Rolle spielen. Fällt diese Rendite wieder, wie am Donnerstag, wirkt das wie ein kleiner Rückenwind für Aktienkurse – unabhängig davon, ob sich an den Geschäften der einzelnen Unternehmen überhaupt etwas geändert hat.
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