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Fielmann kappt die Prognose, Fresenius verkleinert eine Beteiligung

Zwei Unternehmensmeldungen am selben Tag, zwei unterschiedliche Vorgänge: eine gesenkte Umsatzprognose bei Fielmann, ein reduzierter Aktienanteil bei Fresenius.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Zwei Meldungen aus derselben Übersicht klingen auf den ersten Blick ähnlich – beide handeln von einem Unternehmen, das etwas verringert. Bei genauerem Hinsehen sind es zwei völlig verschiedene Vorgänge.

Fielmann: eine Prognose ist keine Ist-Zahl

dpa-AFX meldet, Fielmann habe seine Prognose wegen schwacher Nachfrage in Deutschland gesenkt. Das ist der genannte Grund – mehr liefert die Kurzmeldung nicht, insbesondere keine konkrete neue Umsatz- oder Gewinnspanne. Eine Prognose ist die eigene Einschätzung eines Unternehmens für die Zukunft; sie kann nach unten oder oben korrigiert werden, ohne dass sich an den bereits erzielten Ergebnissen etwas ändert.

Fresenius: eine Beteiligung wird kleiner

Bei Fresenius geht es um etwas anderes: Der Konzern baut laut dpa-AFX seine Beteiligung an der eigenen, ebenfalls börsennotierten Tochter Fresenius Medical Care (FMC) weiter ab. Das ist eine Entscheidung über die Kapitalstruktur des Konzerns, keine operative Prognose. Um wie viele Prozentpunkte sich der Anteil verringert, nennt die Meldung nicht – diese Zahl bleibt hier bewusst offen, statt geschätzt zu werden.

Was daraus folgt: „Ein Unternehmen reduziert etwas“ ist noch keine vollständige Einordnung. Erst die Frage, ob es um eine Prognose, ein Ergebnis oder eine Beteiligung geht, zeigt, welche Art von Risiko eine Meldung tatsächlich beschreibt.

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