Die Aktie von Hims & Hers gab am Dienstag nach, obwohl der Umsatz des Telemedizin-Anbieters laut einer Ticker-Meldung im Milliardenbereich lag. Als Grund nennt die Meldung eine Kooperation mit Novo Nordisk, die auf die Marge drückt. Genaue Prozent- oder Dollarwerte zu Umsatz oder Marge stehen in der Meldung nicht.
Wie ein Umsatzrekord und ein Kursverlust zusammenpassen
Umsatz und Marge sind zwei unterschiedliche Kennzahlen, und sie können gegenläufig laufen: Der Umsatz zeigt, wie viel ein Unternehmen insgesamt umsetzt, die Marge zeigt, wie viel davon nach Kosten übrig bleibt. Wächst der Umsatz kräftig, weil ein Unternehmen etwa über eine Kooperation mehr Kunden erreicht, kann die Marge trotzdem sinken – wenn die Kooperation selbst teuer ist, etwa durch Abgaben an den Partner oder geringere Preise je Einheit.
Novo Nordisk als Partner und Konkurrent zugleich
Novo Nordisk ist einer der großen Hersteller von Abnehmspritzen und zugleich, über Plattformen wie Hims & Hers, auf den Vertrieb an Endkunden angewiesen. Eine solche Kooperation bringt Hims & Hers Zugang zu einem gefragten Produkt – aber offenbar zu Konditionen, die die eigene Marge schmälern. Für Anleger ist das ein Beispiel dafür, dass ein prominenter Partner nicht automatisch bessere Profitabilität bedeutet.
Was daraus folgt: Ein Blick allein auf den Umsatz kann in die Irre führen. Wer die Qualität eines Wachstums beurteilen will, muss fragen, wie viel davon am Ende als Gewinn oder freier Cashflow hängen bleibt – und nicht nur, wie groß die Kundenzahl oder der Umsatz gewachsen ist.
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