Um 01:22 Uhr lief über dpa-AFX die Meldung „Deal mit Windkraftgegner Trump: RWE stoppt Offshore-Projekte“. Mehr als diese Zeile stand in der abgerufenen Übersicht nicht – Umfang und Bedingungen der Übereinkunft gehen daraus nicht hervor.
Was politisches Risiko konkret ist
Ein Offshore-Windpark ist eine Investition über Jahrzehnte: Planung, Genehmigung, Bau und Betrieb erstrecken sich über zwanzig Jahre und mehr. Die Rechnung dahinter setzt voraus, dass die Rahmenbedingungen über diesen Zeitraum ungefähr bestehen bleiben.
Genau diese Voraussetzung ist der wunde Punkt. Genehmigungen, Förderzusagen und Netzanschlüsse hängen an politischen Entscheidungen, und Wahlperioden sind kürzer als Projektlaufzeiten. Ein Regierungswechsel kann eine Kalkulation entwerten, an der technisch nichts falsch war.
Was daraus für ein Depot folgt
Wer in Energie-Infrastruktur investiert, trägt eine Unsicherheit, die sich nicht aus Bilanzen ablesen lässt. Sie steht in keiner Kennzahl, taucht in keinem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf – und entscheidet trotzdem mit über das Ergebnis. Das ist kein Argument gegen die Branche, aber ein Grund, sie nicht als Versorger-Ersatz mit sicherer Rendite zu betrachten.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/rwe-offshore-stopp-2026-08-07/