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IM Invests

Anlegerverhalten

Was tatsächlich hilft

Die Vorkehrungen, die auch dann wirken, wenn man den Fehler im Moment nicht bemerkt.

8 Min. LesezeitAuslegung

Gegen Denkfehler hilft keine Aufmerksamkeit, sondern eine Entscheidung, die vorher getroffen wurde und im Moment nicht mehr zur Debatte steht.

Zwölf Lektionen über Denkfehler laufen auf eine unbequeme Schlussfolgerung hinaus: Man wird sie nicht bemerken. Sie fühlen sich nicht wie Fehler an, sondern wie Einsichten. Was hilft, sind deshalb Vorkehrungen, die ohne Wachsamkeit auskommen.

Die fünf, die belegt sind

  1. Automatisieren. Ein Sparplan trifft die Entscheidung einmal und danach nicht mehr. Er entzieht Timing, Stimmung und Nachrichtenlage jeden Zugriff.
  2. Vorher aufschreiben. Die Aufteilung, die Verkaufsbedingung und die Erwartung – in ruhiger Lage notiert. Das schriftliche Wort hält der Erinnerung stand, das gedachte nicht.
  3. Seltener nachsehen. Weniger Blicke bedeuten weniger gesehene Verluste und weniger Anlässe zu handeln. Zweimal im Jahr genügt für alles, was zu tun ist.
  4. Reibung einbauen. Eine Nacht zwischen Entschluss und Order. Die meisten Fehlgriffe entstehen in Minuten, in denen etwas als dringend erscheint.
  5. Breit streuen. Streuung schützt nicht nur vor Marktrisiken, sondern vor den eigenen Fehleinschätzungen. Wer breit anlegt, muss seltener recht haben.

Der gemeinsame Nenner aller fünf wirksamen Punkte ist derselbe: Sie verlagern die Entscheidung aus dem Moment heraus, in dem sie schwerfällt. Das ist kein Trick, sondern die einzige Methode, die bei einem Fehler funktioniert, den man nicht bemerkt.

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