Lernkarten
Einlagensicherung
Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.
Blatt 1, Vorderseite
Einlagensicherung
BegriffEinlagensicherung
Du hast bei derselben Bank 50.000 € auf dem Tagesgeld und 80.000 € auf dem Festgeld. Wie viel ist gesichert?
FrageBeginner
Deine Depotbank wird insolvent. Was passiert mit den ETFs in deinem Depot?
FrageBeginner
Welches Papier in deinem Depot ist im Fall einer Bankpleite tatsächlich gefährdet?
FrageBeginner
Warum ist es wichtig, die Markenzugehörigkeit einer Bank zu prüfen?
FrageBeginner
Worin unterscheidet sich die gesetzliche Einlagensicherung von einem freiwilligen Sicherungsfonds?
FrageFortgeschritten
Was ist das Besondere an der Institutssicherung bei Verbundbanken?
FrageFortgeschritten
Du hast gerade deine selbstgenutzte Wohnung verkauft und 400.000 € auf dem Konto. Was gilt?
FrageFortgeschritten
Blatt 1, Rückseite
100.000 € – die Grenze gilt je Person und Institut, die Konten werden zusammengezählt Die Grenze bezieht sich auf die Person und das Institut, nicht auf einzelne Konten. Alle Guthaben bei derselben Bank werden addiert; 30.000 € lägen hier ungesichert. Bei einem Gemeinschaftskonto steht die Grenze dagegen jedem Inhaber einzeln zu.
FrageBeginner
Die gesetzliche Garantie, dass Guthaben bei einer Bank bis 100.000 Euro je Person und Institut erstattet werden, wenn die Bank ausfällt.
BegriffEinlagensicherung
Ein Zertifikat, das diese Bank selbst ausgegeben hat Ein Zertifikat der eigenen Bank ist eine Forderung gegen genau den Schuldner, der ausgefallen ist – und es ist ausdrücklich von der Einlagensicherung ausgenommen. Fonds und ETFs sind Sondervermögen, die Bundesanleihe ist eine Forderung gegen den Bund. Nur das Zertifikat trifft der Ausfall voll.
FrageBeginner
Sie sind Sondervermögen, gehören dir und werden herausgegeben oder übertragen Wertpapiere im Depot werden nur verwahrt – rechtlich gehören sie dir. Sie tauchen in der Insolvenzmasse gar nicht auf und brauchen deshalb keine Sicherung. Eine Bankpleite kostet dort Zeit und Nerven, aber nicht das Geld. „Nicht gesichert“ und „unsicher“ sind hier zwei verschiedene Dinge.
FrageBeginner
Die gesetzliche gibt einen einklagbaren Anspruch, der freiwillige Fonds leistet nach seiner Satzung Der gesetzliche Anspruch besteht unabhängig davon, wie es dem System geht, und lässt sich einklagen. Eine satzungsmäßige Leistung folgt Regeln, die der Fonds ändern kann – deutsche Fonds haben ihre Grenzen mehrfach abgesenkt. Sie haben in der Praxis zuverlässig gezahlt; die Zusage hat nur eine andere Qualität.
FrageFortgeschritten
Weil mehrere Marken zu einer juristischen Person gehören können – dann gilt die Grenze nur einmal für alle zusammen Wer sein Geld auf zwei Marken verteilt, die zu demselben Institut gehören, hat nichts gewonnen: Die Guthaben werden addiert. Die Sicherungsangaben stehen im Impressum und im Preis- und Leistungsverzeichnis und sind in wenigen Minuten geprüft – vor der Verteilung größerer Beträge lohnt sich das.
FrageBeginner
Für sechs Monate greift ein erhöhter Schutz bis 500.000 € – gegen Nachweis des Anlasses Nach bestimmten Lebensereignissen – Verkauf der selbstgenutzten Immobilie, Erbschaft, Abfindung – gilt vorübergehend eine höhere Grenze. Sie greift aber nicht automatisch: Der Anlass muss im Entschädigungsfall belegt werden. Die Unterlagen dazu gehören aufgehoben, solange das Geld auf dem Konto liegt.
FrageFortgeschritten
Sie stützt das Institut selbst, statt Einleger zu entschädigen – ein Sicherungsfall tritt dann gar nicht ein Der Ansatz ist ein anderer: Statt nach dem Ausfall zu entschädigen, soll der Ausfall verhindert werden. Für Einleger ist das im Ergebnis oft besser, weil sie den Entschädigungsfall gar nicht erleben. Ein individueller Rechtsanspruch entsteht daraus allerdings ebenso wenig wie beim freiwilligen Fonds.
FrageFortgeschritten
Blatt 2, Vorderseite
Du legst über eine Zinsplattform Festgeld bei einer Bank im EU-Ausland an. Wer ist im Sicherungsfall zuständig?
FrageFortgeschritten
An welcher Stelle der Haftungskaskade stehen gedeckte Einlagen?
FrageProfi
Wozu dient die MREL-Anforderung an Banken?
FrageProfi
Die gesetzlichen Sicherungsfonds sind auf einen niedrigen einstelligen Prozentsatz der gedeckten Einlagen vorfinanziert. Wie ist das zu bewerten?
FrageProfi
Was hat der Ausfall der Silicon Valley Bank 2023 über die Annahmen des Aufsichtsrechts gezeigt?
FrageProfi
Blatt 2, Rückseite
Ganz am Ende – sie sind gesetzlich vom Bail-in ausgenommen Die Reihenfolge lautet: Eigenkapital, hybride und nachrangige Papiere, nicht bevorrechtigte Anleihen, übrige vorrangige Verbindlichkeiten samt Einlagen über der Grenze – und erst ganz zuletzt gedeckte Einlagen. Praktisch wird diese Stufe nie erreicht, und genau darauf ist der Aufbau ausgelegt.
FrageProfi
Das Sicherungssystem des Sitzlandes der Partnerbank Vertragspartner ist die Partnerbank, nicht die Plattform. Die Grenze ist EU-weit dieselbe, das System dahinter aber nicht: Es steht hinter dem Bankensektor seines Landes. Wer über eine Plattform bei drei Banken anlegt, hat drei getrennte Grenzen – und drei Systeme unterschiedlicher Leistungsfähigkeit.
FrageFortgeschritten
Als bewusste Auslegung: ausreichend für den Einzelfall, nicht für eine Systemkrise Für den Ausfall eines mittelgroßen Instituts ist der Fonds gut ausgestattet – dafür ist er gebaut. Fallen mehrere große Institute gleichzeitig aus, übersteigt der Bedarf jeden vorfinanzierten Bestand; dann greifen Nachschusspflichten der übrigen Banken, die dabei selbst unter Druck stehen. Eine ausdrückliche Staatsgarantie gibt es nicht.
FrageProfi
Sie verlangt genug haftendes Material, damit die Kaskade Verluste trägt, bevor sie die Einlagen erreicht MREL zielt nicht auf Solvenz, sondern auf Abwickelbarkeit. Für Einleger ist die Anforderung damit der wirksamere Schutz als der Sicherungsfonds: Sie verhindert den Entschädigungsfall, statt ihn zu bezahlen. Für Halter von Bankanleihen ist es umgekehrt die Ansage, dass genau ihre Papiere das Haftungsmaterial bilden.
FrageProfi
Dass Einlagen heute binnen Stunden abfließen können – die Annahmen zur Abflussgeschwindigkeit sind zu langsam kalibriert Binnen eines Tages flossen Beträge ab, für die früher Wochen nötig gewesen wären – ausgelöst über soziale Netzwerke, ausgeführt per App. Die aufsichtsrechtlichen Annahmen stammen aus einer Zeit, in der man dafür in eine Filiale gehen musste. Für Einleger bestätigt das nur die eine wirksame Maßnahme: Verteilung über mehrere Institute und Systeme.
FrageProfi
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