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Audi kündigt erstes eigenes US-Werk an

Mitten auf einer Trump-Wahlkampfveranstaltung hat Audi den Bau eines SUV-Werks in Georgia bekanntgegeben – 4.500 Jobs, vier Milliarden Dollar.

Redaktion IM Invests3 Min. Lesezeit

Audi hat mitten auf einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump den Bau eines eigenen SUV-Werks in den USA bekanntgegeben. Trump kündigte vor Anhängern im Bundesstaat Georgia an, Audi werde im kommenden Monat mit dem Bau beginnen.

Die Zahlen zum Werk

Nach einer Audi-Mitteilung sollen rund 4.500 Arbeitsplätze entstehen, verbunden mit einer Investition von etwa vier Milliarden Dollar. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Produktion soll Anfang der 2030er Jahre starten. Geplant sind jährlich 200.000 Premium-SUVs, die gezielt auf nordamerikanische Kundinnen und Kunden zugeschnitten sind. Es ist das erste eigene Werk der Marke in den USA.

Zölle als Hintergrund

Trump fordert seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 von ausländischen Herstellern, ihre Produktion in die USA zu verlagern, und stellt dafür den Erlass von Einfuhrzöllen in Aussicht. Audi-Chef Gernot Döllner dankte Trump auf der Bühne für dessen Unterstützung – weniger als zehn Tage vor den US-Zwischenwahlen am 3. November.

Was daraus folgt

Was daraus folgt: Zwischen Ankündigung und erstem Fahrzeug liegen nach den eigenen Angaben rund sechs Jahre. Eine solche Investitionsentscheidung bindet Kapital über einen viel längeren Zeitraum, als ein einzelner Wahlkampf oder ein einzelnes Quartal reicht – unabhängig davon, zu welchem Anlass sie verkündet wird.

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