Bitcoin ist im zweiten Quartal um 13,4 Prozent gefallen und liegt inzwischen rund 52 Prozent unter seinem Oktober-Hoch von 126.080 Dollar. Bitwise-Chefanleger Matt Hougan hält die Stimmung für eine der schlechtesten, die er in acht Jahren in der Branche erlebt hat – und nennt trotzdem drei Anzeichen, an denen er eine nahende Bodenbildung ablesen will.
Die drei Signale
Erstens: Der Kurs der Strategy-Aktie (vormals MicroStrategy) sollte unter den Wert ihrer eigenen Bitcoin-Bestände fallen – ein Zeichen, dass Angst die Gier abgelöst hat. Zweitens: Der Fear-and-Greed-Index sollte sich seinen historischen Tiefständen nähern. Drittens: Die Finanzierungssätze am Terminmarkt sollten deutlich negativ werden, weil das zeigt, dass private Anleger mehrheitlich auf fallende Kurse setzen.
Warum Stimmung als Kontraindikator gilt
Die Logik dahinter: Wenn praktisch alle Marktteilnehmer bereits pessimistisch positioniert sind, gibt es kaum noch jemanden, der zusätzlich verkaufen könnte – jede neue schlechte Nachricht wirkt dann schwächer auf den Kurs. Hougan verweist zugleich auf eine Gegenbewegung: Wallets mit mindestens 10.000 Bitcoin haben ein Sechsmonatshoch erreicht, während institutionelle Portfolios ihre Bitcoin-Position im Schnitt bereits auf 4 bis 5 statt der klassisch empfohlenen 1 Prozent ausgebaut haben.
Was daraus folgt: Sentiment-Indikatoren beschreiben vergangene Extreme, keine Vorhersagen. Dass Hougan einen neuen Bullenmarkt im Herbst für wahrscheinlich hält, bleibt seine Einschätzung – die drei genannten Signale sind ein Werkzeug, um Marktphasen einzuordnen, kein Garant für einen bestimmten Kursverlauf.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/bitcoin-bitwise-cio-drei-signale-bodenbildung/