Deutschlands Netto-Auslandsvermögen lag Ende 2025 bei 3.661 Milliarden Euro. Das entspricht rund 81 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung, teilte die Bundesbank mit.
Kapitalexporte bringen mehr, als am Ende ankommt
Nettokapitalexporte von 284 Milliarden Euro hätten das Vermögen eigentlich stärker wachsen lassen. Bewertungseffekte bremsten den Zuwachs jedoch auf 212 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.
Ein starker Euro drückt auf den Wert
Grund dafür war vor allem die Aufwertung des Euro gegenüber Dollar, Yen und Pfund. Sie minderte den Wert ausländischer Vermögenswerte in Euro gerechnet. Zusammen mit weiteren Anpassungen fiel der Anstieg dadurch um 72 Milliarden Euro geringer aus, als es die reinen Kapitalströme nahelegen würden.
Die Forderungen gegenüber dem Ausland stiegen um 605 Milliarden Euro auf 14.424 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten legten um 394 Milliarden Euro auf 10.763 Milliarden Euro zu.
Was daraus folgt: Wer im Ausland investiert, trägt neben dem eigentlichen Anlageerfolg immer auch ein Wechselkursrisiko. Ein stärkerer Euro freut Importeure und Urlauber, schmälert aber rechnerisch den Wert von Auslandsvermögen, für den deutschen Staat genauso wie für private Anleger mit Fondsanteilen in Dollar oder Yen.
Quellen
Die Zusammenfassung ist redaktionell verfasst. Für die Inhalte verlinkter Seiten sind deren Betreiber verantwortlich. Fehler in diesem Artikel melden
Schlagwörter
- Bundesbank
- Auslandsvermögen
- Euro
- Wechselkurs
Schlagwörter mit Pfeil führen zum passenden Lernthema, Kurs oder Rechner.
IM Invests · https://iminvests.de/news/bundesbank-auslandsvermoegen-rekord/