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Geldpolitik

Deutschlands Netto-Auslandsvermögen steigt auf Rekordwert

Deutschlands Netto-Auslandsvermögen kletterte Ende 2025 auf 3.661 Milliarden Euro. Ein starker Euro bremste den möglichen Zuwachs spürbar.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Deutschlands Netto-Auslandsvermögen lag Ende 2025 bei 3.661 Milliarden Euro. Das entspricht rund 81 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung, teilte die Bundesbank mit.

Kapitalexporte bringen mehr, als am Ende ankommt

Nettokapitalexporte von 284 Milliarden Euro hätten das Vermögen eigentlich stärker wachsen lassen. Bewertungseffekte bremsten den Zuwachs jedoch auf 212 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Ein starker Euro drückt auf den Wert

Grund dafür war vor allem die Aufwertung des Euro gegenüber Dollar, Yen und Pfund. Sie minderte den Wert ausländischer Vermögenswerte in Euro gerechnet. Zusammen mit weiteren Anpassungen fiel der Anstieg dadurch um 72 Milliarden Euro geringer aus, als es die reinen Kapitalströme nahelegen würden.

Die Forderungen gegenüber dem Ausland stiegen um 605 Milliarden Euro auf 14.424 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten legten um 394 Milliarden Euro auf 10.763 Milliarden Euro zu.

Was daraus folgt: Wer im Ausland investiert, trägt neben dem eigentlichen Anlageerfolg immer auch ein Wechselkursrisiko. Ein stärkerer Euro freut Importeure und Urlauber, schmälert aber rechnerisch den Wert von Auslandsvermögen, für den deutschen Staat genauso wie für private Anleger mit Fondsanteilen in Dollar oder Yen.

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