Wer in Deutschland eine gefälschte Euro-Banknote in die Hand bekommt, hat damit statistisch schon Pech – und laut der Bundesbank inzwischen etwas weniger Pech als vor einem Jahr.
Im ersten Halbjahr 2026 zog die Bundesbank rund 30.000 falsche Banknoten im Gesamtwert von 1,75 Millionen Euro aus dem Verkehr. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 ist die Zahl der Fälschungen damit um 4,3 Prozent gesunken.
Sieben Blüten auf 10.000 Einwohner
Bundesbank-Vorstand Lutz Lienenkämper fasst die Größenordnung so zusammen: „Es gibt in Deutschland wenig Falschgeld.“ Rein rechnerisch, so Lienenkämper weiter, entfielen sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner.
Die Mitteilung nennt keine Gründe für den Rückgang – ob veränderte Sicherheitsmerkmale, mehr digitale Zahlungen oder schlicht weniger aktive Fälscherwerkstätten dahinterstecken, lässt sich aus den Zahlen allein nicht ablesen.
Was daraus folgt: Eine sinkende Fälschungsquote ändert nichts daran, dass Bargeld grundsätzlich fälschbar bleibt. Wer regelmäßig größere Bargeldbeträge entgegennimmt, ist mit einem Blick auf die eigenen Zahlen der Bundesbank nicht schlechter beraten als mit einem vagen Gefühl von Sicherheit.
Quellen
Die Zusammenfassung ist redaktionell verfasst. Für die Inhalte verlinkter Seiten sind deren Betreiber verantwortlich. Fehler in diesem Artikel melden
Schlagwörter
- Bundesbank
- Falschgeld
- Bargeld
- Verbraucherschutz
IM Invests · https://iminvests.de/news/bundesbank-falschgeld-erstes-halbjahr-2026/