CoreWeave steht im Zentrum der jüngsten Korrektur bei Technologiewerten. Der Spezialist für KI-Rechenzentren hat seit seinem Jahreshoch 2026 rund 55 Prozent an Börsenwert verloren. Allein im Oktober waren es nach Angaben von Handelsblatt fast 30 Prozent.
Analysten sehen die Aktie, der Bondmarkt sieht das Risiko
Mehrere Analysten halten den Kursverlust der Aktie für überzogen. Im Durchschnitt liegen ihre Kursziele nach Handelsblatt-Angaben rund 140 Prozent über dem aktuellen Kurs. Am Anleihemarkt wächst dagegen das Misstrauen. Die Preise für Kreditausfallversicherungen auf CoreWeave-Anleihen steigen, ein Zeichen für ein höher eingepreistes Ausfallrisiko.
Die Anleihen stecken auch in Rentenfonds
Laut WirtschaftsWoche liegen Anleihen von KI-Unternehmen wie CoreWeave und Oracle auch in zahlreichen Rentenfonds. Probleme im Bondmarkt dieser Firmen würden damit über den Technologiesektor hinaus auch gewöhnliche Sparer und Altersvorsorge-Depots erreichen.
Was daraus folgt: Aktienkurs und Anleiherisiko eines Unternehmens können sich unterschiedlich entwickeln. Steigende Preise für Kreditausfallversicherungen zeigen, wie der Bondmarkt ein Unternehmen einschätzt, unabhängig davon, was an der Börse mit der Aktie passiert.
Quellen
- Handelsblatt, Märkte/Aktien, Andreas Neuhaus, Meldung vom 22.10.2026, 11:50 Uhr: „Nasdaq: Coreweave-Aktie bricht ein – Analysten halten das für ein Missverständnis“
- WirtschaftsWoche, Börse, Saskia Littmann, Meldung vom 22.10.2026, 10:01 Uhr: „Coreweave-Anleihen: Was passiert, wenn der Bondmarkt den KI-Riesen misstraut?“
- CNBC, Markets, Meldung vom 21.10.2026, 20:12 Uhr (MESZ): „CoreWeave's market confidence erodes as bond yields spike and stock sinks“
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IM Invests · https://iminvests.de/news/coreweave-absturz-ki-anleihen-misstrauen/