Nach der Arbeitsmarktwoche kommt die Preiswoche: Am Mittwoch erscheint der US-Verbraucherpreisindex für Juli. Die Prognose liegt laut FXStreet bei 3,4 Prozent für die Gesamtrate und 2,5 Prozent für die dort ausgewiesene Kernrate; am Donnerstag folgen mit Hammack und Barkin zwei Fed-Redner, dazu im Wochenverlauf Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze und das Michigan-Konsumklima.
Die zweite Reihe: Australien, London, Brüssel
- Dienstag: Die australische Notenbank RBA entscheidet über den Leitzins – erwartet wird laut FXStreet, dass sie ihn bei 4,35 Prozent belässt; wichtiger als die Entscheidung dürfte die Begleiterklärung sein.
- Donnerstag: Großbritannien meldet das BIP für das zweite Quartal – die Prognose sieht eine Verlangsamung auf 0,4 nach 0,6 Prozent.
- Freitag: Die Eurozone legt die erste BIP-Schätzung für das zweite Quartal vor – erwartet werden 0,4 Prozent zum Vorquartal und 1,0 Prozent zum Vorjahr.
Warum die Prognose selbst schon ein Kurs ist
Dass ein Kalender voller Zahlen Kurse bewegt, liegt nicht an den Zahlen allein, sondern am Abstand zur Erwartung. Die Prognosewerte – 3,4 Prozent Inflation, 4,35 Prozent Leitzins, 0,4 Prozent Wachstum – sind bereits in den Kursen enthalten, bevor die Daten erscheinen. Ein Ergebnis exakt auf Prognose ist deshalb oft ein Nicht-Ereignis; eine Abweichung um wenige Zehntel kann dagegen Renditen, Währungen und Aktien gleichzeitig bewegen – die vergangene Woche hat es vorgeführt.
Was daraus folgt: Wer den Wirtschaftskalender liest, sollte neben dem Termin immer die Konsensprognose notieren. Nicht um zu handeln – sondern um am Abend zu verstehen, warum sich das Depot bewegt hat oder eben nicht.
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