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Euro über 1,15 Dollar: Warum das eine Dollar-Geschichte ist

Der Euro notiert über 1,15 Dollar, der Dollar-Index fiel unter 100. Warum ein Wechselkurs immer zwei Geschichten erzählt – und diesmal die amerikanische zählt.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Das Währungspaar Euro/Dollar hat die Woche laut FXStreet oberhalb von 1,1550 beendet, nahe einem Zweimonatshoch – am Sonntagabend zeigte die Kursleiste von wallstreet-online 1,15587 Dollar je Euro. Der Dollar-Index, der den Dollar gegen einen Korb großer Währungen misst, fiel unter die Marke von 100.

Zwei Währungen, ein Kurs

Ein Wechselkurs hat immer zwei Seiten: Er kann steigen, weil der Zähler stark ist – oder weil der Nenner schwach ist. Diese Woche spricht fast alles für die zweite Lesart. Der Auslöser war der schwache US-Arbeitsmarktbericht, der die Zinserwartungen an die Fed kippte; der Dollar verlor daraufhin gegen alle großen Währungen, zeitweise rund ein Prozent allein gegen den Yen. Aus dem Euroraum selbst kam wenig Neues – die EZB wartet ab, und der Datenkalender der Woche ist laut FXStreet „eher von Bestätigungen als von Überraschungen geprägt“.

Was daraus folgt: Für Anleger mit weltweit gestreuten Depots ist der Kurs mehr als eine Randnotiz – ein schwächerer Dollar drückt den Euro-Wert von US-Aktien und Dollar-Rohstoffen, ganz ohne dass sich an den Unternehmen etwas ändert. Wer die Ursache kennt, erschrickt nicht über Depotbewegungen, die nur Währung sind.

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