GameStop hat laut wallstreet-online für das zweite Quartal einen Gewinn gemeldet, „so hoch wie nie zuvor“ – und das dank einer milliardenschweren Wette auf den Online-Marktplatz eBay.
Laut derselben Meldung schraubt das Unternehmen deshalb seine Jahresprognose „deutlich nach oben“. Konkrete Prozent- oder Dollarwerte nennt der kurze Text nicht – sie bleiben deshalb hier offen, statt geschätzt zu werden.
Zwei Geschichten in einer Zahl
Bemerkenswert ist ein zweiter Satz der Meldung: „Auch abseits der Börsengewinne“ laufe es operativ so gut „wie noch nie“. Das deutet darauf hin, dass sowohl das Kerngeschäft als auch der Wert der eBay-Beteiligung zum Ergebnis beigetragen haben – wie viel jeweils, trennt die Quelle allerdings nicht auf.
Genau das ist bei einem gemeldeten Rekordgewinn oft die entscheidende Frage: Ohne Aufschlüsselung lässt sich nicht beurteilen, wie viel davon aus dem laufenden Geschäft stammt und wie viel aus einer einmaligen Wertänderung einer Finanzbeteiligung.
Was daraus folgt: Eine Schlagzeile wie „Rekordgewinn“ kann operative Verbesserung und Bewertungsgewinne aus einer Kapitalbeteiligung vermischen. Vor einer Einordnung lohnt sich der Blick darauf, welcher Anteil vom eigentlichen Geschäft kommt und welcher von einer einmaligen Position.
Quellen
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