Steigende Anleiherenditen gelten als Belastung für Gold. Trotzdem hält sich der Preis über einer wichtigen Marke, und Anleger kaufen weiter zu.
Der Kurs: stabil über 4.100 Dollar
Gold kostete zuletzt 4.147,55 Dollar je Feinunze, ein Plus von 0,31 Prozent gegenüber dem vorherigen Stand. Das zeigt die aktuelle Kursleiste von wallstreet-online. Nach Angaben von Goldreporter hält sich der Kurs damit über der viel beachteten Marke von 4.100 Dollar.
Zuflüsse bei ETF und Zentralbanken
Der nach Vermögenswerten größte Gold-ETF meldete laut Goldreporter einen Kapitalzufluss von 571 Millionen Dollar und baute seine Bestände weiter aus. China stockte seine Goldreserven im September erneut kräftig auf, wie Goldreporter berichtet. Genaue Mengenangaben nennt die Quelle nicht.
Realzins gegen Absicherung
Gold zahlt keine Zinsen. Steigen die Renditen sicherer Anleihen, wird das Halten von Gold im Vergleich teurer, und der Preis gerät üblicherweise unter Druck. Zuflüsse in Gold-ETFs trotz steigender Renditen sprechen deshalb für eine zusätzliche Nachfrage, die nicht aus der Zinslogik allein erklärbar ist – etwa aus Sorge um andere Risiken.
Was daraus folgt: Wenn sich ein Markt nicht so verhält, wie ein einzelner Faktor es nahelegt, lohnt der Blick auf die übrigen Treiber. Bei Gold gehören dazu Zentralbankkäufe und die allgemeine Risikowahrnehmung.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/gold-4100-dollar-china-reserven-etf-zufluss/