Lernthema
Rohstoffe: Gold, Silber und was sie von Aktien unterscheidet
Ein Barren Gold zahlt keine Zinsen und ein Fass Öl keine Dividende. Was Rohstoffe trotzdem zur eigenen Anlageklasse macht – und wo die Fallstricke liegen.
Worum es geht
Rohstoffe sind die einzige große Anlageklasse, die aus sich heraus nichts erwirtschaftet. Ein Unternehmen erzielt Gewinne, eine Anleihe zahlt Zinsen, eine Immobilie bringt Miete. Ein Kilogramm Kupfer liegt einfach da. Der gesamte Ertrag muss deshalb aus einer Preisänderung kommen – und der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage, nicht nach einem Ertragswert.
Das klingt nach einem Nachteil und ist zunächst auch einer. Es erklärt aber zugleich, warum Rohstoffe im Portfolio etwas leisten können, was Aktien nicht leisten: Sie reagieren auf andere Ereignisse. Ein Lieferengpass, ein Ernteausfall, eine geopolitische Krise – Dinge, die Aktienkurse belasten, können Rohstoffpreise treiben.
Gold und Silber nehmen dabei eine Sonderstellung ein. Sie werden kaum verbraucht, sondern gehortet, und beide tragen eine jahrtausendealte Geschichte als Geld mit sich. Das macht sie zum meistdiskutierten und zugleich meistmissverstandenen Teil dieser Anlageklasse.
Die drei Stufen
Fang bei Beginner an, wenn du das Thema neu angehst. Wer die Grundlagen kennt, springt direkt weiter – die Stufen sind einzeln lesbar.
Begriffe in diesem Thema
- Rohstoffe
- Gold
- Silber
- Edelmetalle
- Feinunze
- ETC
- Rollverluste
- Contango
- Gold-Silber-Ratio
- Inflationsschutz