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IM Invests

Makroanalyse

Rohstoffe als Konjunkturzeiger

Warum Kupfer als Frühindikator gilt, was Öl anzeigt und wo diese Signale getäuscht haben.

7 Min. LesezeitBeobachtung

Rohstoffpreise reagieren früh, weil sie am Anfang jeder Produktionskette stehen – und sie täuschen häufig, weil auch das Angebot sie bewegt.

Wer eine Fabrik baut, kauft Kupfer, bevor er Personal einstellt, und stellt Personal ein, bevor er produziert. Rohstoffnachfrage steht deshalb zeitlich vor fast allem, was Statistikämter später messen.

Was einzelne Rohstoffe anzeigen sollen.
RohstoffBehauptete AussageStörgröße
KupferBau- und Industriekonjunktur, besonders in ChinaStreiks, Minenausfälle, staatliche Lagerkäufe
ÖlWeltweite Aktivität, zugleich KostentreiberFörderquoten und geopolitische Ereignisse
GoldMisstrauen: Realzins, Inflationssorge, KrisenangstNotenbankkäufe, Schmucknachfrage
FrachtratenTatsächlich transportierte WarenmengeSchiffsangebot, Kanalsperren, Hafenstaus

Die dritte Spalte enthält den entscheidenden Vorbehalt. Ein Preis entsteht aus Angebot und Nachfrage; als Konjunkturzeiger taugt er nur, wenn die Bewegung von der Nachfrage kommt. Fällt der Ölpreis, weil ein Förderland die Menge erhöht, sagt das über die Weltwirtschaft nichts.

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