Der Goldpreis ist laut Goldreporter auf seine 50-Tage-Linie gefallen – als Grund nennt die Redaktion steigende US-Renditen. Eine konkrete Notierung in Dollar nennt die Überschrift nicht.
Gleichzeitig meldet Goldreporter, dass der weltweit größte Gold-ETF, der SPDR Gold Shares (GLD), seine Bestände wieder leicht ausgebaut hat: Er hält demnach knapp 1.052 Tonnen Gold. Beim Silber-ETF SLV gingen die Bestände dagegen kurzfristig zurück.
Zwei Bewegungen, die sich nicht widersprechen müssen
Ein fallender Preis und gleichzeitig steigende ETF-Bestände klingen zunächst gegenläufig. Sie schließen sich aber nicht aus: Die Bestände eines ETF wie GLD ändern sich, wenn Anleger neue Anteile kaufen oder zurückgeben – der Preis der zugrunde liegenden Unze Gold bildet sich unabhängig davon am Terminmarkt.
Die 50-Tage-Linie als Prüfstein
Die 50-Tage-Linie ist der gleitende Durchschnitt der Schlusskurse der vergangenen 50 Handelstage – ein häufig beobachtetes technisches Signal. Fällt ein Kurs darunter, werten das manche Marktteilnehmer als Hinweis auf eine Schwächephase; ein Beleg dafür, wie sich der Preis als Nächstes entwickelt, ist das für sich genommen nicht.
Was daraus folgt: Steigende US-Renditen erhöhen die Opportunitätskosten des zinslosen Golds – wer stattdessen eine verzinste Anleihe hält, verzichtet bei hohen Zinsen auf weniger. Ob die ETF-Zuflüsse diesen Effekt in den kommenden Tagen ausgleichen, lässt sich aus den Zahlen von Goldreporter allein nicht ablesen.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/goldpreis-50-tage-linie-gold-etf-zufluss/