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Geldanlage

Der größte Gold-ETF zieht fast zwei Milliarden Dollar an

Ein Zufluss von fast zwei Milliarden Dollar in den größten Gold-ETF trifft auf einen Goldpreis, der laut Goldreporter gerade einen neuen Boden sucht.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Goldreporter meldet am 27. August unter der Überschrift „Größter Gold-ETF meldet fast 2 Milliarden Dollar Zufluss“, dass der weltweit größte börsengehandelte Gold-Fonds seine Bestände kräftig ausgebaut hat. Welcher Fonds genau gemeint ist, nennt die Meldung nicht – nur, dass es sich um den größten seiner Art handelt.

Wie ein Gold-ETF überhaupt Gold „kauft“

Ein physisch hinterlegter Gold-ETF hält tatsächliches Gold in einem Tresor; jeder neue Anteilschein, den Anleger kaufen, löst im Prinzip einen zusätzlichen Barrenkauf aus. Ein Zufluss von fast zwei Milliarden Dollar bedeutet deshalb nicht nur mehr Anleger im Fonds, sondern auch zusätzliche physische Nachfrage am Goldmarkt – unabhängig davon, wie sich der Kurs an diesem Tag gerade bewegt.

Der Fluss und der Kurs erzählen zwei verschiedene Geschichten

Genau das zeigt sich hier: Goldreporter schreibt im selben Zusammenhang, der Goldpreis suche „nach der August-Rally einen neuen Boden“ – eher eine Seitwärts- oder Schwächephase also. Am Freitagmorgen notierte Gold laut Kurstafel von wallstreet-online bei 4.583,08 US-Dollar, ein Minus von 0,40 Prozent. Ein Fonds kann also kräftig Geld anziehen, während der Kurs gleichzeitig nachgibt oder pausiert.

Was daraus folgt: Mittelzuflüsse in einen ETF sind ein Stimmungssignal, kein Kurssignal. Sie zeigen, wie viele Anleger gerade zusätzliches Geld in ein Anlagethema stecken – nicht, ob der Kurs deshalb morgen steigt. Wer Zuflüsse als Kaufsignal liest, verwechselt Nachfrage der Vergangenheit mit einer Prognose für die Zukunft.

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