Am Montag meldete Goldreporter.de neue Spannungen um die Straße von Hormus. Die Nachrichtenlage trieb Öl und die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben. Gold und Silber gerieten zur gleichen Zeit deutlich unter Druck – Goldreporter.de sprach von einem Tag, an dem zugleich der Futures-Verfall anstand.
Die Zahlen zum Stand kurz nach Mitternacht
Auf wallstreet-online.de notierte Brent-Öl am frühen Dienstagmorgen bei 98,56 US-Dollar. Gold stand bei 4.115,12 US-Dollar, Silber bei 60,61 US-Dollar und damit rund 5,8 Prozent unter seinem vorherigen Stand. Goldreporter.de berichtete zusätzlich, der Goldpreis sei unter seine 50-Tage-Linie gerutscht – eine Marke, die charttechnisch orientierte Anleger als Signal für eine mittelfristige Trendabschwächung lesen.
Wenn Öl steigt und Gold trotzdem fällt
Gold gilt gemeinhin als Absicherung gegen genau solche geopolitischen Spannungen. Dass der Goldpreis trotzdem fiel, während gleichzeitig die Anleiherenditen stiegen, zeigt einen zweiten Mechanismus: Gold zahlt keine Zinsen. Steigen die Renditen sicherer Anleihen, wird das Halten von Gold im Vergleich teurer – unabhängig davon, wie unruhig die politische Lage sonst ist. Welcher der beiden Effekte überwiegt, lässt sich vorab nicht sagen; die Meldung selbst nennt dafür keinen Grund.
Was daraus folgt: Der Dienstag zeigt, dass ein einzelner geopolitischer Anlass ganz unterschiedlich auf verschiedene Anlageklassen wirken kann, je nachdem, welcher Kanal – Angebot, Zinsen oder Fluchtreflex – am Ende überwiegt.
Quellen
- goldreporter.de, Marktbericht vom 28.09.2026
- wallstreet-online.de, Rohstoffkurse, Stand 29.09.2026, 00:19 Uhr
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