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Zwölf Tote bei Huthi-Angriff auf Flughafen in Riad

Eine ballistische Rakete traf ein Terminal in Riad. Zwölf Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt – der schwerste Angriff seit Februar.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Am Samstag traf eine ballistische Rakete ein Passagierterminal des Flughafens King Khalid in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Das berichtete der Sender Al Jazeera.

Zwölf Tote, Hunderte Verletzte

Die staatliche saudische Luftfahrtbehörde zählte zwölf Tote und 309 Verletzte, einige davon am Morgen danach in Lebensgefahr. Unter den Toten waren laut Behördenangaben vier Saudis, zwei Staatsangehörige aus Bangladesch sowie jeweils eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und den palästinensischen Gebieten.

Es ist der bislang höchste Opferstand bei einem Angriff auf Saudi-Arabien seit Beginn des Kriegs um den Iran Ende Februar.

Verantwortung und Reaktionen

Das saudisch geführte Militärbündnis macht die Huthi-Miliz verantwortlich. Zum Angriff vom Samstag gab es zunächst kein Bekennerschreiben, die Miliz hatte aber bereits frühere Angriffe auf Riad reklamiert – darunter einen vom Donnerstag mit drei Toten.

Bündnis-Sprecher Turki al-Maliki nannte den Angriff auf der Plattform X ein „regelrechtes Kriegsverbrechen“ und kündigte eine entschiedene Reaktion an. US-Außenminister Marco Rubio verurteilte den Angriff und stellte sich an die Seite Saudi-Arabiens. Nach Angaben des Senders CBS prüft Präsident Trump, ob sich die USA den saudischen Gegenangriffen auf die Huthi anschließen.

Folgen für den Flugverkehr

Der Flughafen King Khalid stellte den Betrieb vorübergehend ein, ebenso der Flughafen in Dammam. Die US-Botschaft rief amerikanische Bürger auf, das Flughafengelände und seine Umgebung zu meiden.

Was daraus folgt

Was daraus folgt: Angriffe auf saudische Flughäfen betreffen nicht unmittelbar die Öl-Förderanlagen des Landes. Sie zeigen aber, dass sich die seit Februar laufende Eskalation am Golf nicht auf den Jemen beschränkt – ein Risiko, das Ölhändler traditionell als Geopolitik-Prämie in den Preis einrechnen.

Schlagwörter

  • Saudi-Arabien
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