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IG Metall beginnt Warnstreiks in der Metallindustrie

Nach dem abgelehnten Lohnangebot beginnt die IG Metall Warnstreiks in Auto- und Maschinenbaubranche, um Druck auf die Tarifverhandlungen auszuüben.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Kurz nach Mitternacht hat die IG Metall in der Nacht zum Sonntag „starke Warnstreiks“ begonnen. Nach Angaben der Tagesschau sind wichtige Industriezweige wie die Auto- und die Maschinenbaubranche betroffen.

Vom abgelehnten Angebot zum Streik

Die Gewerkschaft hatte das erste Lohnangebot der Arbeitgeber in der vergangenen Woche abgelehnt. Nach einer dpa-Meldung über wallstreet-online nehmen die Warnstreiks nun „Fahrt auf“ und sollen Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen ausüben.

Warnstreik ist nicht Streik

Ein Warnstreik dauert nach deutschem Arbeitsrecht nur wenige Stunden bis Tage und läuft parallel zu laufenden Verhandlungen. Ein unbefristeter Erzwingungsstreik setzt dagegen eine für gescheitert erklärte Verhandlung und meist eine Urabstimmung voraus. Die Gewerkschaft nutzt den kürzeren Ausstand, um Druck aufzubauen, ohne die Verhandlungen formal abzubrechen.

Der Lehrwinkel: Wofür Unternehmen einen Ausstand einpreisen

Für Unternehmen bedeutet ein Warnstreik entgangene Produktion für wenige Stunden, kein bilanzielles Großereignis. Hält der Tarifkonflikt dagegen länger an, wiegt das anders: Ein höherer Lohnabschluss erhöht die Kosten dauerhaft, während ein Streik nur kurzfristig Umsatz kostet – ein Unterschied, den Bilanzen und Kurse unterschiedlich behandeln.

Was daraus folgt: Wer die Wirkung von Tarifkonflikten auf Aktienkurse einschätzen will, sollte zwischen dem kurzfristigen Produktionsausfall eines Warnstreiks und der langfristigen Kostenwirkung eines Tarifabschlusses unterscheiden – nur Letztere verändert die Kostenbasis eines Unternehmens dauerhaft.

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  • IG Metall
  • Tarifstreit
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