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Binance startet Auszahlungen nach Rekord-Hack

Nach dem größten Krypto-Diebstahl der Geschichte lässt Binance ab heute wieder Auszahlungen zu und erklärt neun von zehn gestohlenen Werten für gedeckt.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Binance lässt ab heute wieder Auszahlungen zu. Das kündigte die Kryptobörse nach dem größten Diebstahl in der Geschichte digitaler Währungen an.

Betroffen waren nach Unternehmensangaben Digitalwährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar, erbeutet aus den sogenannten Hot Wallets der Börse. Binance erklärt inzwischen 90 Prozent der gestohlenen Werte für gedeckt, finanziert aus einem eigenen Sicherungsfonds, einem Teil der Versicherungsrücklage fürs Terminhandelsgeschäft und der Unternehmenskasse.

Zwei Zahlen für einen Schaden

Binance selbst spricht von einer weitgehend gelösten Krise. Ein deutscher Cybersicherheitsexperte widerspricht im Interview mit der Tagesschau. Er geht davon aus, dass drei Milliarden Dollar endgültig verloren sind.

Der Unterschied zeigt ein Grundproblem von Kryptobörsen. Wer sein Geld bei einer Bank hält, ist bis 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. Für Guthaben auf einer Kryptobörse gibt es keine vergleichbare staatliche Garantie, nur das, was die Börse selbst zur Deckung bereithält.

Die Spur nach Nordkorea

Das FBI schreibt den Angriff nordkoreanischen Hackern zu. Die Täter hätten die erbeuteten Werte in Ethereum umgetauscht, teilte die Analysefirma TRM Labs mit. Sie sieht Parallelen zu früheren Fällen wie dem Bybit-Hack.

Was daraus folgt: Eine Zusage zur Deckung ist kein Beweis, sondern ein Versprechen für die Zukunft. Wer Kryptowerte auf einer Börse statt in der eigenen Wallet lagert, tauscht Bequemlichkeit gegen genau das Risiko, das sich hier gezeigt hat.

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