Die Ratingagentur S&P Global Ratings hat ihren Ausblick für Meta gesenkt. Aus „stabil“ wird „negativ“, das Rating selbst bleibt bei AA-.
Als Gründe nennt S&P die hohen Investitionsausgaben des Konzerns und Zweifel, ob Meta sie wie bisher angekündigt zurückfahren wird. Hinzu kommt Unsicherheit, ob sich die KI-Investitionen rechtzeitig in Umsätze übersetzen, die die steigenden Kosten übertreffen.
Erstmals ein negativer freier Cashflow
Meta hatte seine Capex-Prognose für das laufende Jahr zuletzt auf 135 bis 145 Milliarden Dollar angehoben. Im dritten Quartal lagen die Investitionsausgaben bei 34,91 Milliarden Dollar und damit über dem operativen Cashflow von 32,79 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow war mit minus 2,12 Milliarden Dollar erstmals negativ.
Trotz eines Umsatzes über den Erwartungen fiel die Aktie nach den Zahlen um rund 7 Prozent. Im gesamten Oktober verlor sie etwa 15 Prozent, ihren schlechtesten Monat seit vier Jahren. Meta widersprach der Einschätzung von S&P und verwies auf seine starke Bonität.
Guidance gegen Ist-Zahlen
Der Fall zeigt den Unterschied zwischen Gewinn und Cashflow. Meta verdient weiterhin Geld und übertrifft sogar die Umsatzerwartungen. Für eine Ratingagentur zählt aber auch, wie viel Geld am Ende eines Quartals tatsächlich übrig bleibt, und das war diesmal weniger als null.
Was daraus folgt: Ein negativer Ausblick ist noch keine Herabstufung. Er zeigt aber, worauf Gläubiger in den kommenden Quartalen achten werden: ob sich die hohen Ausgaben für Rechenzentren rechtzeitig in Erträgen niederschlagen.
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