Die Aktien rund um den KI-Infrastruktur-Boom gerieten am Mittwoch unter Druck. Die CoreWeave-Aktie fiel laut CNBC um 15 Prozent, während die Rendite der Unternehmensanleihen in die Nähe von 15 Prozent kletterte – ein Zeichen, wie riskant Anleger die Rückzahlung inzwischen einschätzen.
Auch Dell traf es hart. Die Aktie brach um 11 Prozent ein. Die Bank Barclays hatte Dell, HPE und NetApp zuvor herabgestuft – aus Sorge, dass Unternehmen ihre KI-Investitionen langsamer umsetzen als gedacht, berichtet CNBC.
Fremdkapital statt Eigenkapital
Rechenzentren für KI-Modelle sind teuer, und ein Teil davon wird über Anleihen statt über Aktienkapital finanziert. Steigt die Rendite dieser Anleihen, verlangen Investoren eine höhere Risikoprämie dafür, ihr Geld zu verleihen.
Der Internationale Währungsfonds hatte bereits am Dienstag vor genau dieser Mischung gewarnt: hohe, fremdfinanzierte Wetten auf Künstliche Intelligenz träfen auf ohnehin hohe Staatsschulden, berichtet die WirtschaftsWoche über den IWF-Bericht.
Was daraus folgt: Ein Kursverlust bei einem einzelnen Anbieter ist noch kein Beweis für eine Blase. Er zeigt aber, wie schnell die Stimmung kippen kann, wenn ein Geschäftsmodell stärker auf Schulden als auf laufenden Gewinnen beruht.
Quellen
- CNBC, 14.10.2026, 22:46 Uhr: „CoreWeave shares tumble as bond yields near 15% on concern about AI borrowing binge“
- CNBC, 14.10.2026, 22:19 Uhr: „Dell stock plunges 11%, leading data center sell-off as fears mount about 'enterprise AI timing'“
- WirtschaftsWoche, 13.10.2026, 14:41 Uhr: „Künstliche Intelligenz: Was passiert, wenn die KI-Euphorie verfliegt?“
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IM Invests · https://iminvests.de/news/ki-infrastruktur-aktien-ausverkauf-schulden/