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CoreWeave verliert 15 Prozent im KI-Schulden-Ausverkauf

CoreWeave und Dell führten einen Ausverkauf bei KI-Infrastrukturwerten an. Anleger sorgen sich um die hohe Fremdfinanzierung des Rechenzentren-Booms.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

Die Aktien rund um den KI-Infrastruktur-Boom gerieten am Mittwoch unter Druck. Die CoreWeave-Aktie fiel laut CNBC um 15 Prozent, während die Rendite der Unternehmensanleihen in die Nähe von 15 Prozent kletterte – ein Zeichen, wie riskant Anleger die Rückzahlung inzwischen einschätzen.

Auch Dell traf es hart. Die Aktie brach um 11 Prozent ein. Die Bank Barclays hatte Dell, HPE und NetApp zuvor herabgestuft – aus Sorge, dass Unternehmen ihre KI-Investitionen langsamer umsetzen als gedacht, berichtet CNBC.

Fremdkapital statt Eigenkapital

Rechenzentren für KI-Modelle sind teuer, und ein Teil davon wird über Anleihen statt über Aktienkapital finanziert. Steigt die Rendite dieser Anleihen, verlangen Investoren eine höhere Risikoprämie dafür, ihr Geld zu verleihen.

Der Internationale Währungsfonds hatte bereits am Dienstag vor genau dieser Mischung gewarnt: hohe, fremdfinanzierte Wetten auf Künstliche Intelligenz träfen auf ohnehin hohe Staatsschulden, berichtet die WirtschaftsWoche über den IWF-Bericht.

Was daraus folgt: Ein Kursverlust bei einem einzelnen Anbieter ist noch kein Beweis für eine Blase. Er zeigt aber, wie schnell die Stimmung kippen kann, wenn ein Geschäftsmodell stärker auf Schulden als auf laufenden Gewinnen beruht.

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