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USA drängen China bei Marktzugang für Mastercard und Citigroup

US-Finanzbeamte sprachen in Bangkok mit China über mehr Marktzugang für Mastercard, Visa und Citigroup – Teil der Vereinbarungen zwischen Trump und Xi.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Die US-Regierung hat China erneut zum Marktzugang für eigene Finanzkonzerne gedrängt. Das sagte ein Vertreter des US-Finanzministeriums dem Sender CNBC. Die Gespräche fanden diese Woche in Bangkok statt, am Rande der Jahrestagung von IWF und Weltbank.

Die US-Delegation unter Vize-Finanzminister Francis Brooke traf Vertreter der chinesischen Notenbank PBOC und des Finanzministeriums. Themen waren der Marktzugang für Mastercard, Visa und die Bank Citigroup. Eine Einigung zu möglichen Genehmigungen sei bereits beim Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping im September in Washington vereinbart worden, sagte der Beamte.

Visa hat die Vorbereitung schon erlaubt bekommen

Einen Schritt ist China bereits gegangen. Am 13. Oktober genehmigte die chinesische Notenbank PBOC der Visa-Tochter Visa Information Technology (Beijing) laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua die Vorbereitung eines eigenen Kartengeschäfts.

Visa hat laut dieser Meldung ein Jahr Zeit für die Vorbereitung, bevor das Unternehmen eine Betriebslizenz beantragen kann. Die endgültige Lizenz vergeben PBOC und die chinesische Finanzaufsicht gemeinsam. Mastercard betreibt sein Geschäft in China bislang über ein Gemeinschaftsunternehmen mit NetsUnion Clearing. Eine Genehmigung für den eigenständigen Betrieb strebt der Konzern laut CNBC an.

Citigroup will ins Wertpapiergeschäft

Auch die Bank Citigroup verfolgt eigene Pläne. Sie bewirbt sich laut CNBC um eine eigenständige Lizenz für das Wertpapiergeschäft in China, darunter Aktienhandel, Emissionsbegleitung und Research. Den Antrag hatte die Bank bereits Ende 2021 gestellt.

Ein nächstes Treffen zwischen Trump und Xi ist schon terminiert

Trump und Xi sollen sich im November beim Gipfel der asiatisch-pazifischen Wirtschaftskooperation in Shenzhen zum dritten Mal in diesem Jahr persönlich treffen. Die Eurasia-Group-Analystin Dan Wang bezeichnete die bisherigen Zugeständnisse gegenüber CNBC als „begrenztes Entgegenkommen“. Sie signalisierten aber, dass China sich weiter öffne, was das Anlegervertrauen in chinesische Vermögenswerte leicht stützen dürfte.

Was daraus folgt: Eine Genehmigung für ein US-Unternehmen in China ist selten nur eine Verwaltungsentscheidung. Sie folgt meist einem politischen Fahrplan zwischen den Regierungen – und kann sich mit diesem Fahrplan auch wieder ändern.

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