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Nike verschärft Sparprogramm nach Umsatzrückgang

Nike will 2,5 Milliarden Dollar sparen, nachdem Umsatz und Gewinn erneut gesunken sind. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise vier Prozent.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Nike kündigte am Donnerstag ein verschärftes Sparprogramm an. Über die kommenden Jahre sollen 2,5 Milliarden Dollar eingespart werden. Das Programm umfasst auch Stellenabbau, eine genaue Zahl dazu nennt die ausgewertete Meldung nicht.

Umsatz und Gewinn gehen erneut zurück

Im vergangenen Quartal sank der Umsatz um 4 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel um 2 Prozent auf 712 Millionen Dollar. Für das Geschäftsjahr bis Ende Mai 2027 rechnet Nike nach eigenen Worten mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich – also deutlich mehr als im gerade abgelaufenen Quartal.

Direktvertrieb auf Kosten des Handels

Als Hintergrund nennt die Meldung eine Strategie der vergangenen Jahre: Nike hatte stark auf den eigenen Direktvertrieb gesetzt, zulasten des klassischen Einzelhandels. Im US-Markt konnten Konkurrenzmarken dadurch Regalplatz übernehmen, was wiederum Nikes Verkäufe belastete. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel zeitweise um rund 4 Prozent.

Was daraus folgt: Dass die Prognose für das kommende Jahr schlechter ausfällt als der bereits gemeldete Rückgang, wiegt an der Börse oft schwerer als die Vergangenheit selbst. Der nachbörsliche Handel zeigt dabei nur eine erste, meist dünn gehandelte Reaktion – wie stark sie trägt, zeigt sich erst, wenn am nächsten Tag die regulären Börsensitzungen beginnen.

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