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Anleiherenditen steigen trotz deutlich fallendem Ölpreis

Brent-Öl gab am Dienstag rund drei Prozent nach. Geholfen hat das der Wall Street kaum, denn die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg trotzdem weiter.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Der Ölpreis ist am Dienstag deutlich gefallen. Brent notierte am frühen Mittwochmorgen bei 95,67 Dollar, knapp drei Prozent unter dem Vortagesniveau. Eigentlich ist ein billigerer Ölpreis eine gute Nachricht für Aktienmärkte, weil er Unternehmen und Verbrauchern Kosten spart.

Die Rendite ließ sich davon nicht beeindrucken

Die Wall Street reagierte trotzdem kaum. dpa-AFX beschrieb den Handelsschluss in New York am Dienstag als „wenig bewegt“, weil die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gleichzeitig weiter anstieg. Zuvor hatte bereits der Dow Jones nachgegeben, belastet vom Renditeanstieg. In Frankfurt rettete der Dax ein knappes Plus ins Ziel, der EuroStoxx 50 schloss im Plus.

Zwei Preise, ein Markt

Anleihen und Aktien stehen in Konkurrenz um dasselbe Anlegergeld. Steigt die Rendite einer sicheren Staatsanleihe, wird sie im Vergleich zu einer Aktie attraktiver – unabhängig davon, was gerade mit dem Ölpreis passiert. Einen Grund für den Renditeanstieg selbst nennen die ausgewerteten Übersichten nicht.

Was daraus folgt: Ein fallender Ölpreis wirkt nicht automatisch wie ein Kursimpuls für Aktien, wenn ihm zeitgleich ein Renditeanstieg entgegensteht. Für die Bewertung von Aktien zählt am Ende, wie sich beide Kräfte gegeneinander aufwiegen, nicht jede für sich.

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