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IM Invests

Tagesüberblick

Dienstag, 28. Juli 2026

Ein Bericht über chinesische Chipanlagen drückt ASML und die Halbleiterwerte weltweit. Zugleich beginnt die Fed-Sitzung, deren Prognosen nach oben zeigen.

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Die drei wichtigsten Meldungen

  • Märkte

    Chinesische DUV-Anlagen kosten ASML zeitweise 8,5 Prozent

    Der Branchendienst The Information berichtete am Montag, ein staatlich gestütztes Unternehmen in Schanghai habe begonnen, selbst entwickelte Immersions-DUV-Lithografieanlagen zu bauen. Die ASML-Aktie fiel im Tagesverlauf um bis zu 8,5 Prozent und lag am Nachmittag rund 6,6 Prozent tiefer bei etwa 1.442 Euro – der tiefste Stand seit gut sieben Wochen.

    Geplant sind rund fünf Maschinen in diesem und etwa zwanzig im kommenden Jahr. ASML lieferte 2025 allein 131 Immersions-DUV-Anlagen aus, insgesamt 327 Lithografiesysteme bei 32,7 Milliarden Euro Umsatz.

    Was das für dich bedeutet

    Gehandelt wurden nicht fünf Maschinen, sondern die Frage, wie lange der Vorsprung hält. Bei hoch bewerteten Aktien besteht der Kurs überwiegend aus Zukunft – deshalb bewegen Nachrichten, die in keiner Quartalszahl auftauchen, ihn stärker als das laufende Geschäft.

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  • Geldpolitik

    Fed hebt ihre Inflationsprognose von 2,7 auf 3,6 Prozent an

    Der Offenmarktausschuss tagt Dienstag und Mittwoch, die Entscheidung kommt Mittwoch um 20:00 Uhr deutscher Zeit. Der Leitzins liegt seit Dezember 2025 bei 3,50 bis 3,75 Prozent, die Terminmärkte preisen mit knapp 78 Prozent eine weitere Pause ein.

    Bei der Juni-Sitzung blieb der Zins einstimmig unverändert – zugleich sagten neun der achtzehn Teilnehmer für 2026 eine Erhöhung voraus, der Hinweis auf eine Lockerung verschwand aus der Erklärung, und die PCE-Prognose stieg von 2,7 auf 3,6 Prozent.

    Was das für dich bedeutet

    Eine Pause auf dem Weg nach unten ist etwas anderes als eine Pause auf dem Weg nach oben – die Zahl ist gleich, die Richtung umgedreht. Wer heute Geld für mehrere Jahre festlegt, trifft damit eine Entscheidung, die vor einem halben Jahr noch selbstverständlich war.

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  • Märkte

    Der Abverkauf lief durch drei Zeitzonen

    Nach ASML in Amsterdam traf der Verkaufsdruck die US-Werte: Nvidia verlor mehr als fünf Prozent, Micron über 5,5 Prozent, SanDisk fast zwölf Prozent. Der Nasdaq Composite schloss 0,2 Prozent tiefer bei 24.932 Punkten, während der Dow Jones um 263 Punkte auf 52.210 stieg.

    In der Nacht setzte sich die Bewegung in Tokio fort: Als Grund für den schwachen Start des japanischen Marktes galten ausdrücklich die Verluste im Nasdaq und im Philadelphia-Halbleiterindex.

    Was das für dich bedeutet

    Ein niederländischer, ein amerikanischer und ein japanischer Wert fielen aus demselben Grund – nicht weil sie im selben Land sitzen, sondern weil sie in derselben Lieferkette stehen. Streuung über Länder hilft an solchen Tagen wenig; entscheidend ist die Branchengewichtung.

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Außerdem wichtig

  • Märkte

    DAX schließt bei 25.361 Punkten – 36 von 40 Werten im Plus

    Der deutsche Leitindex gewann am Montag ein Prozent und schloss auf dem höchsten Stand seit fast drei Wochen. Getragen wurde der Anstieg von der Waffenpause zwischen den USA und Iran und den daraufhin gefallenen Energiepreisen.

    Was das für dich bedeutet

    Dass 36 der 40 Werte im Plus schlossen, sagt mehr als das Prozent selbst: Ein breiter Anstieg zeigt, dass sich die Lageeinschätzung verschoben hat, ein schmaler nur, dass ein paar Schwergewichte den Index optisch mitgezogen haben.

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  • Märkte

    Berichtswoche beginnt: Mercedes-Benz, Boeing, Visa

    An diesem Dienstag legen in Europa Mercedes-Benz, Barclays und Unilever Halbjahreszahlen vor, in den USA berichten Coca-Cola, Boeing, Visa und PayPal. Am Mittwoch folgt Microsoft, am Donnerstag nach US-Börsenschluss Apple und Amazon.

    Was das für dich bedeutet

    Der Kurs vor einer Veröffentlichung enthält bereits, was der Markt erwartet. Bewegt wird er deshalb nicht vom Ergebnis, sondern von der Abweichung – und vom Ausblick, der oft schwerer wiegt als die Zahlen selbst.

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