In den USA senkt nach einem aktuellen Bericht mehr als jeder fünfte Hausverkäufer seinen Angebotspreis. Das meldete wallstreet-online unter der Überschrift „US-Häusermarkt kippt“. Die genaue Quelle der Zahl und der Erhebungszeitraum werden in der Übersicht nicht genannt.
Ein gesenkter Angebotspreis ist kein abgeschlossener Verkauf
Zwischen einer Preissenkung im Angebot und einem tatsächlich niedrigeren Verkaufspreis liegt ein Unterschied. Die Angebotszahl zeigt, wie Verkäufer ihre Erwartung anpassen, bevor ein Haus den Besitzer wechselt. Abgeschlossene Verkaufspreise – etwa in Indizes wie dem Case-Shiller-Index – zeigen das Ergebnis erst mit Verzögerung.
Warum das auch für die Geldpolitik zählt
Wohnkosten fließen in den USA mit Verzögerung in die offiziellen Inflationsmessungen ein. Ein schwächerer Häusermarkt heute kann sich deshalb erst Monate später in den Preisindizes zeigen, an denen sich auch die US-Notenbank orientiert.
Was daraus folgt: Einzelne Signale vom Immobilienmarkt lassen sich nicht direkt in eine Inflationszahl übersetzen. Wer die Entwicklung verstehen will, braucht mehrere solcher Datenpunkte über einen längeren Zeitraum.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/us-haeusermarkt-jeder-fuenfte-senkt-den-preis/