Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal nach einer ersten Schätzung um 3,4 Prozent gewachsen – kräftiger als erwartet und so stark wie seit einem Jahr nicht mehr, berichtete CNBC. Parallel zog der von der Notenbank Fed beachtete Preisindex für die privaten Konsumausgaben weiter an, schreibt das Handelsblatt.
Der PCE-Index ist das Maß, auf das die Fed schaut
Anders als der bekanntere Verbraucherpreisindex misst der PCE-Index die Preise aus Sicht der tatsächlichen Konsumausgaben und gilt der Fed als genaueres Inflationsmaß. Ökonomen hatten laut CNBC im Schnitt mit einem Anstieg um 0,5 Prozent im Monatsvergleich gerechnet, einer Jahresrate von 3,7 Prozent entsprechend.
Zwei Zahlen, ein Dilemma für die Fed
Erst am Mittwoch hatte die Fed ihren Leitzins unverändert gelassen, wobei zwei Notenbanker einem Bericht von Goldreporter zufolge einen anderen Kurs wollten. Starkes Wachstum und anziehende Inflation zugleich lassen sich nicht mit einem einzigen Zinsschritt beantworten – welchen die Fed als Nächstes wählt, geht aus den Berichten nicht hervor.
Was daraus folgt: Für Sparer und Anleger zeigt die Kombination aus Wachstum und Inflation, warum Notenbanken selten beides gleichzeitig feiern können. Wer auf Zinsentscheide wartet, sollte deshalb Wachstum und Inflation stets zusammen betrachten – nicht nur die Zahl, die gerade besser in die eigene Erwartung passt.
Quellen
- CNBC, Third-quarter U.S. GDP increases a better-than-expected 3.4%, 29.10.2026, 18:06 Uhr
- Handelsblatt, Wichtiges US-Inflationsmaß steigt, 29.10.2026, 12:46 Uhr
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IM Invests · https://iminvests.de/news/us-wirtschaft-waechst-inflation-zieht-an/