Direkt zum Inhalt springen
IM Invests

Märkte

USA ziehen Langstreckenbomber aus Großbritannien ab

Die USA haben ihre B-1-Bomber vom Stützpunkt RAF Fairford abgezogen. Trump nannte eine Drohung im Zusammenhang mit Iran als Grund für den Schritt.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Die USA haben ihre Langstreckenbomber vom britischen Stützpunkt RAF Fairford abgezogen. Das meldete dpa-AFX am Montagabend über onvista, unter Berufung auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Betroffen waren nach Medienberichten rund ein Dutzend Bomber des Typs B-1.

Der Auslöser: zwei Festnahmen

Dem Abzug gingen laut Al Jazeera zwei Festnahmen voraus. Am 27. September nahm die britische Polizei fünf Männer wegen des Verdachts fest, Sprengsätze in der Nähe der Basis platzieren zu wollen; Sprengstoff selbst wurde nicht gefunden, die Männer wurden später ohne Anklage freigelassen. Am 2. Oktober folgte die Festnahme eines 25-jährigen britisch-iranischen Doppelstaatlers in London.

Trump spricht von einer Drohung

Trump sagte laut übereinstimmenden Agenturberichten, es habe eine Drohung gegeben, die er mit dem Iran in Verbindung brachte. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, dass alle in Fairford stationierten Bomber zu ihren Heimatbasen in den USA zurückgekehrt seien.

Ein Ölmarkt, der trotzdem nicht reagierte

Eine iranbezogene Sicherheitswarnung dieser Größenordnung würde man am Ölmarkt gewöhnlich als Risikofaktor erwarten. Tatsächlich gab der Ölpreis der Sorte Brent am selben Handelstag nach, wie an anderer Stelle in dieser Ausgabe beschrieben – ein Hinweis darauf, dass andere Einflüsse überwogen.

Was daraus folgt: Eine militärische oder sicherheitspolitische Drohung führt nicht automatisch zu einer sichtbaren Marktreaktion. Wie stark sich ein Ereignis in Preisen niederschlägt, hängt davon ab, was zur gleichen Zeit sonst noch auf Angebot und Nachfrage wirkt.

Schlagwörter

  • Geopolitik
  • Iran
  • Nato
  • Luftwaffe

Alle News

IM Invests · https://iminvests.de/news/usa-ziehen-bomber-aus-grossbritannien-ab/

Weiterlesen