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Verdi ruft zu Warnstreiks bei privaten Banken auf

Vor der zweiten Verhandlungsrunde am 2. November erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die privaten Banken. Rund 150.000 Beschäftigte sind betroffen.

Redaktion IM Invests3 Min. Lesezeit

Druck vor der zweiten Runde

Die Gewerkschaft Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks bei privaten Banken auf. Damit soll der Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten Verhandlungsrunde am 2. November in Frankfurt am Main erhöht werden. Rund 150.000 Beschäftigte sind von dem Tarifkonflikt betroffen.

Die erste Verhandlungsrunde am 8. Oktober in Berlin endete ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite. Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt bei zwölf Monaten Laufzeit, für Nachwuchskräfte zusätzlich 300 Euro im Monat. Ein dritter Termin ist für den 23. November in Berlin vereinbart.

Ein Warnstreik ist kein Streik

Ein Warnstreik ist kurz, meist auf wenige Stunden oder einen Tag begrenzt, und braucht anders als ein unbefristeter Streik keine vorherige Urabstimmung unter den Mitgliedern. Gewerkschaften setzen ihn als Druckmittel während laufender Verhandlungen ein – als Signal, nicht als letztes Mittel.

Künstliche Intelligenz als neues Streitthema

Nach Angaben der DGB-Tarifmeldung geht es Verdi in dieser Runde auch um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz und veränderten Geschäftsmodellen. Sinngemäß soll das nicht zu einem Freibrief für Personalabbau werden – eine wörtliche Aussage der Verhandlungsführer liegt dazu nicht vor.

Was daraus folgt: Für Kunden privater Banken können Warnstreiks zu kürzeren Öffnungszeiten oder längeren Wartezeiten führen. Der eigentliche Streitpunkt reicht aber über die Lohnprozente hinaus: Es geht auch darum, wie viel Sicherheit ein Tarifvertrag bei fortschreitender Automatisierung noch bieten kann.

Schlagwörter

  • Verdi
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