Volkswagen hat im dritten Quartal einen Konzernverlust von 5,8 Milliarden Euro verbucht, meldete die Tagesschau. Als Gründe nennt das Unternehmen hohe Abschreibungen und ein schwaches Geschäft in China.
Abschreibungen sind keine Barausgabe
Eine Abschreibung mindert den ausgewiesenen Gewinn, ohne dass an diesem Tag Geld das Unternehmen verlässt – sie bildet ab, dass ein Vermögenswert weniger wert ist als zuvor in der Bilanz angesetzt. Ein Konzernverlust kann deshalb ganz andere Ursachen haben als ein schwaches operatives Geschäft.
Der Kurs zeigt das Gegenteil der Schlagzeile
Trotz des Rekordverlusts legte die VW-Aktie am Nachmittag zu, berichtete onvista. Einen Grund für die Kursbewegung nennen die Berichte nicht. Der Dax insgesamt schloss an diesem Tag laut Handelsblatt über 26.000 Punkten, mehrere Einzelwerte gewannen nach Quartalsüberraschungen zweistellig.
Was daraus folgt: Ein Verlust allein sagt wenig darüber, wie eine Aktie reagiert – entscheidend ist, ob das Ergebnis besser oder schlechter ausfällt als das, was der Markt schon eingepreist hatte. Das macht Kursreaktionen an Tagen wie diesem schwerer vorhersehbar, als die Schlagzeile suggeriert.
Quellen
- Tagesschau, Milliardenverlust bei Volkswagen, 29.10.2026, 09:16 Uhr
- onvista, Volkswagen: Trotz Milliardenverlust steigt die Aktie, 29.10.2026, 15:43 Uhr
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