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VW-Aufsichtsrat billigt Sparpaket – Vorzugsaktie springt um 7,47 Prozent

Der VW-Aufsichtsrat hat den Sparpaket-Plan mit rund 50.000 wegfallenden Stellen gebilligt – die Vorzugsaktie legte am Donnerstag 7,47 Prozent zu.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat am Donnerstag einen umfassenden Zukunftsplan für den Konzern gebilligt. Das bestätigte die Muttergesellschaft Porsche Automobil Holding SE in einer Pflichtmitteilung – auf Deutsch und Englisch, wie es die Börsenregeln für kursrelevante Nachrichten verlangen.

Konkret sollen laut mehreren Tickermeldungen rund 50.000 Stellen im Konzern wegfallen, für vier Werke ist die Zukunft offen. Eine weitere Sitzung des Aufsichtsrats war für Freitag nicht mehr angesetzt – ein Hinweis darauf, dass die Entscheidung aus Sicht des Konzerns bereits gefallen ist.

Warum eine Aktie bei einer Hiobsbotschaft steigt

Die Vorzugsaktie von Volkswagen legte am Donnerstag um 7,47 Prozent zu, auch die Aktie der Holding Porsche SE zog nachbörslich an. Auf den ersten Blick wirkt das paradox: Ein Konzern kündigt Zehntausende Stellenstreichungen an, und die Börse reagiert mit einem der stärksten Tagesgewinne des Jahres.

Ein Blick in die Tickerzeilen liefert nur einen Teil der Erklärung: „Sparpaket kommt gut an", heißt es dort – mehr zur Begründung steht in den Quellen nicht. Wie genau der Sparplan die Kosten senken oder die Marge verbessern soll, wird nicht beziffert.

Was daraus folgt: Ein Kurssprung nach einer Sparankündigung ist kein Urteil darüber, ob der Plan gut für die Beschäftigten oder gar für das Unternehmen langfristig ist – er zeigt nur, dass Anleger an diesem Tag mit weniger Kosten und mehr künftigem Gewinn rechnen. Ob diese Erwartung eintrifft, entscheidet sich erst in den kommenden Quartalen.

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