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Geldpolitik

Was heute ansteht: deutsche Großhandelspreise, britischer Arbeitsmarkt, Frankreichs Inflation

Heute kommen deutsche Großhandelspreise, britische Arbeitsmarktdaten und Frankreichs finale Inflationsrate – ein Tag vor der Fed-Zinsentscheidung.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

Der Wirtschaftskalender von wallstreet-online zeigt für heute mehrere Termine: um 6:30 Uhr Japans Tertiärindustrie-Index im Monatsvergleich (Prognose +0,3 Prozent, Vormonat -0,2 Prozent), um 8:00 Uhr den deutschen Großhandelspreisindex sowie ein Bündel britischer Arbeitsmarktdaten, um 8:45 Uhr Frankreichs Verbraucherpreisindex nach EU-Norm.

Deutschland: zwei Zeitfenster, ein Index

Für den deutschen Großhandelspreisindex nennt der Kalender zwei Werte: im Jahresvergleich lag der Vormonatswert bei 5,3 Prozent, eine Prognose dafür fehlt. Im Monatsvergleich lautet die Prognose +0,1 Prozent, nach zuvor +0,2 Prozent. Der Großhandelspreisindex gilt als früher Hinweis auf Preisdruck, der über die Lieferkette später bei den Verbraucherpreisen ankommen kann – muss aber nicht in vollem Umfang.

London: mehr offene Fragen als eine einzelne Zahl

Die britischen Arbeitsmarktdaten um 8:00 Uhr bestehen laut Kalender aus mehreren Teilen: Die Zahl der Anspruchsberechtigten auf Arbeitslosenunterstützung (Claimant Count Change) soll von zuvor -11.000 auf eine Prognose von +8.300 drehen, die Löhne inklusive Bonus sollen von 4,1 auf 3,9 Prozent im Jahresvergleich abkühlen, und die ILO-Arbeitslosenquote wird mit 5,0 Prozent nach zuvor 4,9 Prozent erwartet. Für die Erwerbstätigenveränderung (Employment Change) und die einfache Arbeitslosenquote nennt der Kalender keine Prognose, nur die Vorwerte von 83.000 beziehungsweise 4,3 Prozent.

Frankreichs finale Verbraucherpreise um 8:45 Uhr sollen laut Prognose bei 2,7 Prozent liegen – exakt auf dem Niveau des Vormonats. Eine finale Veröffentlichung bestätigt in der Regel eine frühere Schnellschätzung, ohne dass sich der Wert noch wesentlich ändert; genau das würde eine unveränderte Prognose gegenüber dem Vormonat hier nahelegen.

Was daraus folgt: Diese Daten liegen einen Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank, die laut wallstreet-online für Mittwoch erwartet wird. Sie betreffen die Fed nicht unmittelbar, zeigen aber, worauf andere Notenbanken – etwa die Bank of England – in denselben Wochen blicken. Wer nur auf die Fed schaut, übersieht leicht, dass an mehreren Orten gleichzeitig Zahlen fällig werden.

Quellen

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