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Japans Anleihen werden nach Jahrzehnten wieder attraktiv

Höhere Zinsen der Bank of Japan stützen den Yen und machen japanische Anleihen attraktiver – das könnte Kapital aus US-Staatsanleihen zurück nach Tokio ziehen.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Ein stärkerer Yen und weniger Kapital in US-Staatsanleihen können dieselbe Ursache haben – wenn diese Ursache höhere Zinsen in Japan sind.

Höhere BoJ-Zinsen wirken auf zwei Märkte gleichzeitig

wallstreet-online berichtete am Montagabend, dass höhere Leitzinsen der Bank of Japan (BoJ) den Yen stützen und gleichzeitig japanische Staatsanleihen rentabler machen. Die Kernthese der Meldung: Das könnte Kapital aus US-Treasuries zurück nach Tokio ziehen und Japan damit zu einer „ernsthaften Konkurrenz zu den USA“ um internationales Anlagekapital machen. Konkrete Renditezahlen nennt die Meldung selbst nicht.

Zwei Märkte, eine Konkurrenz um Kapital

Der Mechanismus dahinter: Wer als Anleger zwischen japanischen und amerikanischen Staatsanleihen wählt, vergleicht Rendite und Währungsrisiko gegeneinander. Werden japanische Anleihen nach Jahrzehnten niedriger Zinsen wieder attraktiver verzinst, verliert die US-Anleihe im Vergleich etwas von ihrem Vorteil – unabhängig davon, ob sich an deren eigener Verzinsung etwas ändert.

Zur selben Stunde notierte EUR/JPY laut der Devisenkursleiste von wallstreet-online bei 178,65250 Yen, ein Minus von 0,43 Prozent – der Euro gab also gegenüber dem Yen nach, was zur These eines stärkeren Yen passt, ohne sie zu beweisen.

Was daraus folgt: Eine Zinswende in Japan verändert eine jahrzehntealte Rechnung, nach der internationales Kapital fast automatisch in höher verzinste US-Anleihen floss. Wie stark und wie schnell sich das auf die Kapitalströme tatsächlich auswirkt, lässt sich aus einer einzelnen Meldung nicht ablesen.

Schlagwörter

  • Yen
  • Bank of Japan
  • Staatsanleihen
  • US-Treasuries

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